Im Trauzimmer beginnt die Saison für musikalische Weltreisende

dzKlangkosmos Weltmusik

Für eine musikalische Weltreise reicht eine Fahrt ins Trauzimmer in der Marina in Rünthe. Dort spielt sich die Musikreihe „Klangkosmos Weltmusik“, die am Montag in die neue Saison startet.

Bergkamen

, 14.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Womöglich wird es am Montag, 16. September, zu einem erhöhten Aufkommen von Skandinavien-Touristen kommen. Denn dann eröffnet das schwedische Duo „Symbio“ die neue Spielzeit des „Klangkosmos Weltmusik“. Und die städtische Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel hat die Erfahrung gemacht, dass zu den Konzerten neben den Weltmusik-Fans vor allem Menschen kommen, die in den jeweiligen Ländern Urlaub gemacht haben und ihre Erinnerungen auffrischen wollen.

Tango aus Finnland

Und im folgenden Monat geht es dann noch einmal um den hohen Norden. Das Konzert mit dem Lehtojärven-Hirvenpää-Duo aus Finnland zählt zwar eigentlich nicht zur „Klangkosmos“-Reihe, spricht aber ein ähnliches Publikum an. Und das sollte schon ein gewisses Maß an Neugier mitbringen: Auf dem Programm stehen original finnische Tangos. Diese Konzert organisiert das Kulturreferat mit der Deutsch-Finnischen Gesellschaft. Bei den eigentlichen Klangkosmos-Konzerten verlässt sich Schmidt-Apel auf eine Agentur aus Köln. Die holt die Künstler aus nahezu allen Regionen der Welt zu mehreren Konzerten nach NRW. Da lohnt sich die weite Anreise. Zum Beispiel für die „Afrika Mamas“. Das A-Cappella-Zulu-Sextett tritt am 11. November im Trauzimmer auf. Vielleicht locken die Sängerinnen ja auch ein paar Afrika-Reisende aus Bergkamen und Umgebung an. Die - und alle andere Zuhörer - habe die Gelegenheit zu erleben, wie das Sextett in ihren Liedern ihre Erfahrungen als Frauen in einer stark von Männern dominierten Gesellschaft thematisieren, und dabei von Freuden, aber auch von Sorgen singen - und sich so für die Gleichberechtigung einsetzen. Einblicke in eine ziemlich fremde Welt verspricht das Konzert, das beim ersten „Klangkosmos“-Termin im Jahr 2020 auf dem Programm steht.

Im Trauzimmer beginnt die Saison für musikalische Weltreisende

Das Safar Ensemble spielt am 16. März © ANIM


Die Blütezeit der afghanischen Musikkultur

Am 16. März gastiert das Ensemble „Safar“ in Bergkamen. Es kommt aus Afghanistan. Aber es vermittelt völlig andere Eindrücke von diesem Land als man sie aus den Fernsehnachrichten kennt: „Safar“ spielen klassische Stücke aus der Blütezeit afghanischer Musikkultur. Und auf diese Weise lernt das Publikum in Trauzimmer - wie bei jedem Konzert der Konzertreihe - auch etwas über die Geschichte und die Kultur des jeweiligen Landes. Das ist sogar das ausdrückliche Ziel der Reihe.

Im Trauzimmer beginnt die Saison für musikalische Weltreisende

Niyireth Alarcon tritt am 11. Mai 2020 im Trauzimmer auf. © MAXIAZ


Eine Sängerin aus den Anden

Die blickt am 11. Mai nach Kolumbien. Niyireth Alarcón präsentiert dann im Trauzimmer magische andine Musikwelten. Und dabei hat sie einiges vorzuweisen. Sie blickt auf eine fast 25-jährige Karriere zurück, hat sich intensiv mit dem Musikstil der Andenländer befasst und zehn eigene Alben eingespielt. In ihren Lieder geht es durchaus auch um aktuelle Themen, etwa die Abholzung des Regenwaldes. Den Abschluss der „Klangkosmos“-Reihe bestreitet am 8. Juni ein Trio, dessen Mitglieder aus ziemlich weit entfernten Ländern stammen aus dem Senegal und aus Belgien.

KLANGKOSMOS

WELTMUSIK AM MONTAGABEND

Die „Die Klangkosmos Weltmusik“-Konzerte beginnen immer an einem Montagabend um 20 Uhr im Trauzimmer in der Marina in Bergkamen-Rünthe. Der Eintritt kostet fünf Euro. Karten gibt es im Kulturreferat im Zimmer 303 im Rathaus, Tel. 02307/965-464 E-Mail: a.mandok@bergkamen.de

Musikalische Nomaden

Der Name „Tamale“ heißt Reisender, die Gruppe betrachtet sich als Nomaden der Metropolen. Mola Sylla gehört mit seiner tiefen, kraftvollen Stimme zu den kreativsten senegalesischen Sängern. Dank Bao Sissok können die Zuhörer die westafrikanischen Stegharfe kennenlernen. Ergänzt wird das Trio durch den er belgische Folk-Geiger Wouter Vandenabeele, der sonst Konzert mit seinem eigenen Weltmusikorchester gibt. Er hat schon mit anderen Musikern aus dem Senegal, aber auch aus Syrien und anderen Ländern gespielt und passt somit gut in den Klangkosmos Weltmusik.

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