Das Programm des Yellowstone Soundclubs für die kommenden Monate ist fast fertig. Freunde der Rockmusik kommen wie immer voll auf ihre Kosten, dazu kommen zwei eher ungewöhnliche Termine.

von Niklas Mallitzky

Oberaden

, 07.09.2019, 05:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

Pünktlich mit dem Anbruch des letzten Drittels des Jahres öffnet der Soundclub Yellowstone in Oberaden wieder die Pforten für Musikliebhaber und Nachtschwärmer. Noch in diesem Monat endet die sommerliche Veranstaltungspause. Doch statt brachialem Metal Sound erwartet die Teilnehmer der Grillsause der Diakonie „Ruhr-Hellweg“ ein buntes Musikprogramm mit aktuellen Hits und einer gehörigen Portion Schlager. Die Grillsause startet am Freitag, 20. September, um 18 Uhr. Die Tanzveranstaltung richtet sich an Besucher mit und ohne Handicap. In den vergangenen Jahren habe man immer einen DJ engagiert, erklärt Ilona Raddatz, Leiterin des Yellowstone: „In diesem Jahr macht das zum ersten Mal einer der Betreuten von der Diakonie.“

Im „Soundclub“ wird es wieder laut – es gibt aber auch Schlager

Die „Scumfuck Outlaws“ spielten bei der Nacht der Jugendkultur. © Niklas Mallitzky


Im November kommt das Schlager-Duo

Viermal im Jahr veranstalten Yellowstone und Diakonie die Grillsause, an der jedes Mal zwischen 40 und 80 Besucher teilnehmen. Der vierte Termin ist für Freitag, 29. November, 18 Uhr, geplant. Zur Abschlussveranstaltung der Reihe soll es Live-Musik geben, das Schlager-Doppel „DUO Musikfieber“ hat sich angekündigt. Die Band habe sie über das Portal Ebay-Kleinanzeigen ausfindig gemacht, berichtet Raddatz: „Die Mitglieder der Diakonie wussten nicht genau, wie man an eine passende Band kommt. Da war dieser Fund ein echter Glücksfall.“

Im „Soundclub“ wird es wieder laut – es gibt aber auch Schlager

Das Yellowstone ist als Hochburg der Metal-Musik bekannt. © Hoffmann


Das Mekka für Metal-Freunde

Wer mit Schlager nicht so viel anfangen kann, der muss sich keine Sorge machen. Auch zum Jahresende macht der Soundclub als Mekka für Metal-Freunde seinem Namen wieder alle Ehre. Los geht es am Samstag, 28. September, um 19 Uhr, mit der „nachtfrequenz19 - Nacht der Jugendkultur“. Die aus Mitteln des Förderplans für Kinder- und Jugendförderplans des Landes NRW finanzierte Veranstaltung findet in diesem Jahr zum zehnten Mal in Folge statt. Das Motto der kostenlosen Veranstaltung lautet auch in diesem Jahr „Von Jugendlichen für Jugendliche“. So wird der Konzertabend in Oberaden von Jugendlichen und jungen Erwachsenen des Workshops „Konzertgruppe“, unter der Leitung von David Zolda, gestaltet. „Die kümmern sich sowohl um die musikalische Gestaltung als auch die organisatorischen Aspekte“, erklärt Zolda.

Im „Soundclub“ wird es wieder laut – es gibt aber auch Schlager

Inzwischen hat es sich in Musiker-Kreisen herumgesprochen, dass der Soundclub ein guter Auftrittsort ist. © Marcel Drawe


Gittarist spielt an eher ungewöhnlichen Orten

Das sind zum einen David Jensch, der auch mit seiner Metal-Band „Power Word Kill“ auftreten wird, und Moritz Brückner. Er will als „Rasputin Douglas“ mit seiner Gitarre nicht auf der Bühne, sondern an eher ungewöhnlichen Orten im Yellowstone seine Zuhörer begeistern. Vielleicht auf der Half Pipe vor dem Soundclub, vielleicht auf der Treppe im Treppenhaus. „Alles ist möglich“, so Zolda. Dazu kommt Steffen Schink, der seine Hardcore Punk Band „Scumfuck Outlaws“ mitbringt.

Der Headliner kommt aus Dresden

Zu den drei Orga-Bands aus dem eigenen Haus gesellt sich die Coverband „Uwe Against the Machine“, die von Rage against the Machine über die Beastie Boys bis hin zur britischen Band Skank Anansie alles kann, was das alternative Musikherz begehrt. Der Headliner des Abends kommt aus Dresden, heißt „Last Caress“ und ist eine sogenannte Tribute Band, die sich vollkommen den Hits der Kultband „Misfits“ verschrieben hat. Die Band ist in Szene-Kreisen bekannt für ihre authentischen Auftritte, bei denen natürlich auch nicht das Makeup im Stile des ikonischen „Crimson Ghost“ der Misfits fehlt.

„Bergkamen Metalized“

Das nächste Konzert der brachialeren Art findet am Freitag, 11. Oktober, ab 19 Uhr statt. „Bergkamen Metalized“ in Kooperation mit dem Metal City Festival aus Lünen geht in die sechste Runde und wartet mit vier Bands aus der Region auf. Neben der Groove Metal Band „Treibstoff“ werden an diesem Abend auch die Thrash Metal Band „Dipsomania“ aus Bergkamen und Dorsten, die Death Metal Band „Rotting Demise“ aus Lünen und Heavy Metal Band „Spiker“ aus Essen auf der Bühne stehen.

Welche Konzerte im November auf dem Programm stehen, das wissen Raddatz und Zolda bisher noch nicht, Gespräche mit Bands würden allerdings bereits geführt, versichern die beiden.

An Weihnachten wird wieder gerockt

Für den Dezember ist schon alles klar. Dann wird im Yellowstone wieder die „Rockigste Weihnachtsfeier der Stadt“ steigen. Am Freitag, 13. Dezember, geht es ab 19 Uhr los. Neben der Screamo Band „Distance in Embrace“ aus Münster und weiteren Acts steht dann auch Zolda selbst mit „May The Force Be With You“ auf der Bühne. Dann wollen die Hardcore Metaller offiziell ihr neuestes Album „The Barrier“ veröffentlichen, das neben einer digitalen Version im Netz und als CD auch als Schallplatte erscheinen wird.

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