Bioverpackungen und Roboter: Klimaschutz ist auch in der Bergkamener Wirtschaft angekommen

dzIHK-Wirtschaftsgespräch

Wichtige Themen wie der Brexit, Nachhaltigkeit und Umweltschutz durften bei diesem Treffen nicht fehlen. Zwei Bergkamener Firmen verrieten beim Wirtschaftsgespräch der IHK Dortmund ihre Zukunftspläne.

Bergkamen

, 13.11.2019, 13:42 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Thema Umweltschutz ist bei den Bergkamener Unternehmen angekommen – auch bei den kleineren. „Nicht erst seitdem der Druck da ist“, sagt Wulf-Christian Ehrich, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der IHK zu Dortmund. „Die Unternehmen gehen das jetzt noch aktiver an“. Und so wundert es nicht, dass Themen wie Umweltschutz und Nachhaltigkeit auch beim diesjährigen Wirtschaftsgespräch der IHK immer wieder Thema waren.

So gab etwa Frank Welzel, Werkleiter der Bulten GmbH, Einblicke ins Unternehmen und sprach über die Ziele, künftig mehr Energie zu sparen und den CO²-Ausstoß zu verringern. Auch die Digitalisierung war Thema in seinem Vortrag. Es werde etwa daran gearbeitet, Prozesse zu automatisieren – wie fahrerlose Transporte oder die Maschinenbedienung durch Roboter. Gleichzeitig will man das Personal halten.

Bioverpackungen und Roboter: Klimaschutz ist auch in der Bergkamener Wirtschaft angekommen

Die IHK zu Dortmund lud zum Wirtschaftsgespräch nach Bergkamen ein. Teil nahmen unter anderen Dominik Stute, Dunja Faust, Wulf-Christian Ehrich, Frank Welzel und Dr. Hans-Joachim Peters (v.l.) © Stefan Milk

Neben der Firma Bulten, dem Gastgeber der Veranstaltung, stellte sich auch die Paul Hildebrandt AG vor, die künftig einen Sitz in Bergkamen haben wird. Wie Dunja Faust berichtete, wird der Sitz in Bönen durch einen Neubau auf einem Grundstück neben der Firma Bulten ersetzt. Der Spatenstich ist für den 5. Dezember geplant. Wenn das Gebäude bezugsfertig ist, soll die gesamte Belegschaft umziehen.

IHK-Wirtschaftsgespräch: Neues Unternehmen stellt sich vor

Die Hildebrandt AG stellt Verpackungen her – und alleine deshalb kam auch Dunja Faust am Dienstagnachmittag nicht um das Thema Umweltschutz herum. Laut Faust sei Nachhaltigkeit für das Unternehmen ein großes Thema. So werden mittlerweile Alternativen wie etwa Biofolien angeboten. „Aber man darf nicht das große Wunder erwarten“, räumt sie ein. Denn eine Verpackung müsse auch praktikabel für den jeweiligen Kunden sein.

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Neben den beiden Unternehmen waren über 60 Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung vor Ort. Themen waren unter anderem der Brexit, der erforderliche Ausbau der Bahnstrecke zwischen Lünen und Münster und freilich auch die Geschäftslage der hiesigen Unternehmen. 139 Firmen nahmen an einer entsprechenden Umfrage teil und bewerteten ihre Geschäftslage als „ausgesprochen positiv“.

Und auch der Erste Beigeordnete der Stadt Dr. Hans-Joachim Peters, der stellvertretend für Bürgermeister Roland Schäfer seine Worte an die Gäste richtete, zeigte sich zufrieden.

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Bergkamens Stadtmitte wird aufgewertet

Er lobte etwa, dass neben dem neuen Kaufland in Rünthe, auch das Geschäft in der Mitte bleiben wird. Im ersten Quartal 2020 soll das Gebäude umgebaut werden. Auch den Stand bei der Wasserstadt, die Aufwertung des Rathausviertels durch das geplante Einkaufszentrum „Bergkamen Galerie“ und das Stadtfenster der UKBS sprach Peters an. „Im Stadtfenster sind von 30 Wohnungen schon 29 vermietet.“

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Doch auch bei Peters Vortrag kam der Klimaschutz nicht zu kurz. „Wir haben nicht auf die Freitagsdemos gewartet, sondern schon vorher ein Klimaschutzkonzept entwickelt.“ Zwar wolle sich die Verwaltung erstmal an die eigene Nase fassen, doch wünscht sich Peters auch Unterstützung von den Unternehmen. Bulten, das 2016 mit der Klimaschutzflagge ausgezeichnet wurde, weil es Energie durch die Nutzung von Abwärme spart, könne als Vorbild für andere Unternehmen sein.

Das Wirtschaftsgespräch diente also nicht nur dazu, Geschäftsleute über aktuelle Entwicklungen zu informieren, sondern auch zu motivieren.

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