Nach „Hundetourismus“-Vorwürfen: So ist die Situation an der Deponie heute

dzBeschwerden häuften sich

Keine Treppe mehr und ein neuer Parkplatz für die Hundehalter: Für die Hundehalter hat sich an der Deponie einiges verändert. Eine weitere Maßnahme ist noch geplant.

Rünthe

, 22.08.2019, 13:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Hundehalter ist die alte Deponie in Rünthe ein Paradies. Natur pur und reichlich Platz zum Herumtollen. Doch als in diesem Sommer immer mehr Hundebesitzer die grüne Oase aufsuchten, häuften sich die Probleme.

Schuld daran war ein Nadelöhr am Eingang zur alten Deponie. Dort führte eine schmale Treppe auf das Gelände – direkt dort, wo sich auch Radfahrer, die auf dem Römerradweg unterwegs sind, durch eine Öffnung im Zaun schlängeln.

Laut Deponiebetreiberin AGR dürften Hunde nur oben auf der Halde frei herumlaufen. Auf dem Weg nach oben sollen sie angeleint bleiben. An die Lippe dürfen sie nicht, weil das Ufer Naturschutzgebiet ist.

An diese Regel hielten sich aber offenbar nicht alle Hundebesitzer. Die Vierbeiner sollen teils auf die Treppe zugerannt sein – und kollidierten das eine oder andere Mal mit Radfahrern, die sich schließlich über die Situation beschwerten.

Zusätzlich ärgerte sich Thomas Albrecht, der Teile des Gebietes pflegt, über einige rücksichtslose Hundehalter, die das Gelände einerseits verdreckten und andererseits direkt vor dem Zaun parkten – obwohl ein Schild darauf hinweist, dass nur Anlieger so weit fahren dürfen. Nicht Hundebesitzer, die seit Jahren dort spazieren gehen, sondern vor allem Ortsfremde sollten laut Albrecht Probleme bereitet haben.

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Die Hundehalter parkten direkt vor dem Zaun. Nun gibt es einen neuen Parkplatz. © Stefan Milk


Situation an der Deponie in Rünthe hat sich wohl entspannt

Diese Probleme gehören aber mittlerweile der Vergangenheit an, sagt Bernd Haberhausen vom RVR, der für die umliegenden Flächen zuständig ist. Der RVR, die AGR und andere Beteiligte wie Anwohner, Polizei und die Stadt trafen sich zu einem Runden Tisch und sprachen über mögliche Maßnahmen, um die Situation zu beruhigen.

Zwei Maßnahmen wurden bereits realisiert: Die Treppe, die zur Deponie führte, wurde zurückgebaut und ein Zaun davor gesetzt. Dort, wo sich einmal am Treppenaufstieg Radfahrer und Hunde in die Quere kamen, ist jetzt Ruhe. Die Hundehalter müssen jetzt den längeren Aufstieg hinter dem Blockheizkraftwerk nehmen.

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Außerdem wurde laut Haberhausen eine neue Parkfläche angelegt. Die nutzten die Hundehalter auch, was die Situation am ehemaligen Treppenaufstieg zusätzlich entzerrt. Künftig werde die AGR noch Hinweisschilder anbringen. Darauf soll auf eine sympathische Weise dargestellt werden, dass alle Besucher des Geländes Rücksicht aufeinander nehmen sollen.

Offenbar hat sich die Situation aber auch ohne Schilder schon deutlich entspannt. Generell kämen weniger Hundehalter nach Rünthe und auch Rehe, die die Hunde angeblich verscheucht hätten, sollen dort wieder gesichtet worden sein. Beschwert hat sich lange auch niemand. „Wenn man nichts hört, dann ist meist alles gut“, sagt Haberhausen

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