Traurige Nachricht nach Brand-Tragödie: HSV wird sein Jubiläum dieses Jahr nicht feiern

dzPech mit den Handwerkern

Eine Nacht, die alles veränderte: Ende 2018 brannte das Vereinsheim des Hundesportvereins 1919 Bergkamen. Seitdem ist viel passiert. Doch es gibt auch eine traurige Gewissheit.

19.09.2019, 11:40 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erinnerungsstücke, Möbel und Trainingsutensilien – all das verloren die Bergkamener Hundesportler in nur einer Nacht. Vom 29. auf den 30. Dezember vergangenen Jahres brannte das Vereinsheim des HSV Bergkamen vollständig aus. Die Polizei vermutete Brandstiftung.

Der Schock saß tief. Nicht nur das Training musste an anderer Stelle stattfinden, es stand auch in den Sternen, ob die große Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen des Vereins stattfinden kann.

Doch die Sportler ließen trotz Schock den Kopf nicht hängen. Mit Unterstützung anderer Vereine richteten sie sogar die Landesmeisterschaft aus – nur eben nicht auf dem eigenen Gelände am Buchenweg. Das sollte aber nicht lange so bleiben. Die Hundesportler wollten ihr Vereinsheim zurück – und zwar so schnell wie möglich.

Nachdem die Regularien mit der Versicherung geklärt waren, engagierten sie Handwerker und packten selber an. Das tun sie auch heute noch. Doch mittlerweile gibt es eine traurige Gewissheit. „Unsere Jubiläumsfeier müssen wir auf das nächste Frühjahr verschieben“, sagt die Pressesprecherin Christina Desinger.

Traurige Nachricht nach Brand-Tragödie: HSV wird sein Jubiläum dieses Jahr nicht feiern

Ende vergangenen Jahres hatte ein unbekannter Brandstifter das Vereinsheim des HSV angezündet. © Marcel Drawe

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Eröffnungsfeier des HSV Bergkamen im Frühjahr 2020

Zwar hat sich in dem Vereinsheim schon einiges getan, doch eine Eröffnungsfeier kann darin noch nicht gefeiert werden. „Wir hatten Pech mit den Handwerkern“, erklärt Desinger. Weil der Trockenbauer kurzfristig ausgefallen sei, hätten sich die anderen Arbeiten nach hinten verschoben. In der kommenden Woche werden die Maler die Pinsel schwingen – was eigentlich schon passiert sein sollte.

Die Hundesportler haben die Zeit, in der der Trockenbauer hätte arbeiten sollen, aber nicht sinnlos verstreichen lassen. Sie haben das Abdach vorne abgenommen, das Gerüst gesäubert und sandgestrahlt. Die Wellbleche, die den Eingangsbereich schützen, haben sie ausgetauscht.

Es ist zwar schade, dass die HSVler ihr Jubiläum nicht in diesem Jahr feiern können, doch sie machen das beste draus. „Bei einem Tag der offenen Tür wollen wir im nächsten Jahr das neue Heim präsentieren“, sagt Christina Desinger. Das sei schöner, als noch im Winter eine Eröffnung zu erzwingen. Und ein kleines Jubiläum werden die Sportler unter sich dann doch noch feiern. „Eine kleine, interne Weihnachtsfeier“, verrät Desinger.

So können die Vereinsmitglieder zumindest untereinander auf ihr langjähriges Bestehen anstoßen. Das haben sie sich nach diesem anstrengenden Jahr wohl auch verdient.

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