Auf der Jockenhöfer-Brache in Rünthe sprießt weiter das Unkraut. Aber wenn es nach dem Unternehmer Alfons Böcker aus Werne geht, tut sich da nächstes Jahr etwas. © Marcel Drawe
Brachfläche in Rünthe

Hotel an der Jockenhöfer-Kreuzung: Jetzt geht es nur noch um den Preis für das Grundstück

Der Werner Unternehmer Alfons Böcker ist optimistisch, dass es 2021 etwas wird mit seinem Plan für ein Hotel an der Jockenhöfer-Kreuzung. Derweil verfolgt er noch ein anderes Projekt in Rünthe.

Der Werner Bauunternehmer Alfons Böcker hält an seinen Plänen fest, auf der Jöckenhöfer-Brachfläche in Rünthe ein Hotel und Boardinghaus zu bauen. Noch allerdings hat er sich mit dem Grundstückseigentümer nicht über einen Kaufpreis geeinigt. Dafür hat Böcker aber ein anderes Grundstück in Rünthe angemietet.

Es liegt an der Rünther Straße 141, im Gewerbegebiet neben dem Netto-Markt und ist laut Böcker rund 5000 Quadratmeter groß.

Eine Ausstellungsfläche für den Modulbau

Böcker will es als Ausstellungsfläche nutzen und dort Module für den Bau von Häusern und Gewerbegebäuden präsentieren. Einige sind schon zu sehen. Das ist das Kerngeschäft der Böcker Projektbau GmbH in Werne. Auch das an der Kreuzung Werner Straße/Ostenhellweg geplante Hotel mit Mikroapartments soll in der Modulbauweise entstehen. Böcker will es als Anschauungsobjekt verwenden: „Ich möchte Kunden zeigen können, wie die Modulbauweise funktioniert.“

Alfons Böcker hat ein Grundstück an der Rünther Straße angemietet. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Das allerdings setzt voraus, dass sich Böcker mit der Immobiliengesellschaft einigt, der die Jockehöfer-Fläche gehört. Immerhin ist die inzwischen bereit, die Fläche zu verkaufen und beharrt nicht mehr darauf, sie nur in Erbpacht abzugeben. Allerdings sei der aufgerufene Preis noch zu hoch, meint Böcker – und zwar nicht nur ihm, sondern vor allem dem Investor, mit dem er zusammenarbeitet und der mit dem Boardinghouse in Rünthe natürlich Geld verdienen will.

Böcker hat vor Weihnachten ein neues Angebot an die Immobiliengesellschaft geschickt und ist optimistisch, dass man sich beim Preis noch näher kommt. Dann könnte es womöglich im nächsten Jahr etwas werden mit dem neuen Hotel in Rünthe. Die eigentlichen Bauarbeiten ließen sich dank der Module in ein paar Wochen erledigen, meint Böcker.

Die Zufahrt könnte zum Problem werden

Er braucht auch noch eine Baugenehmigung. Allerdings steht die Stadt Bergkamen dem Projekt wohl mit Wohlwollen gegenüber. Sie hat ein Interesse daran, dass auf der schon lange als Schandfleck geltenden Jockenhöfer-Fläche etwas einigermaßen Vorzeigbares entsteht. Immerhin ist die viel befahrene Kreuzung in Rünthe so etwas wie das nördliche Eingangstor zu Stadt.

Böcker will die Fläche nutzen, um seine Modulbau-Elemente auszustellen. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

Der Verkehr stellt allerdings ein Problem dar. Wenn Böcker tatsächlich ein Hotel mit Appartements für Monteure und andere längerfristige Nutzer errichten will, dann braucht er auch Parkplätze und vor allem eine Zufahrt von einer der beiden Straßen. Dafür habe er schon eine Lösung gefunden, versichert Böcker, ohne in Details gehen zu wollen.

Im ersten Halbjahr tut sich etwas an der Rünther Straße

Die konkreten Planungen hat er allerdings erst einmal auf Eis gelegt. Zum einen will er die Verhandlungen mit der Immobiliengesellschaft abwarten, zum anderen den Verlauf der Corona-Pandemie.

Deshalb rechnet Böcker auch nicht damit, dass gleich zu Beginn des neuen Jahres auf dem Grundstück an der Rünther Straße etwas zu sehen sein wird. Er ist aber optimistisch, dass er die angemietete Fläche im ersten Halbjahr soweit hergerichtet hat, dass Bauwillige dort seine Module besichtigen können.

Auf jeden Fall gefällt es dem Unternehmer aus Werne in der Nachbarstadt offenbar so gut, dass er seine Projekte hier weiter vorantreiben will. „Ich verlagere meine Geschäfte immer mehr nach Bergkamen“, sagt Böcker. „Ich kann mir sogar vorstellen, mit meiner Firma ganz hierher zu ziehen.“

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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Johannes Brüne
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