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Holländer zu Besuch in der Marina ersparen Bergkamenern fast den Urlaub

dzMehr als Käse und Lakritz

Der Holland-Markt ist zurück in der Marina und hat Gutes aus dem Nachbarland zu bieten. Für Mutige gibt es drei Jahre alten Gouda. Frischgebackene Stroopwaffeln befriedigen süße Gelüste.

von Niklas Mallitzky

Bergkamen

, 19.05.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Niederlande sind ganz nah und am Sonntag sind sie in Bergkamen sogar noch näher als sonst. Der „Holland-Markt“ ist zu Gast in der Marina Rünthe und kommt mit allem, was die Niederlande so beliebt macht: Käse, Wurst und süße Spezialitäten gehen hier im Sekundentakt über die Theke. Der Markt ist so gut besucht, dass Autofahrer gute Nerven mitbringen müssen.

Riesenandrang auf den Hollandmarkt

„Eigentlich wollten wir zu Fuß kommen“, berichten Simone und Carsten Lamprecht. „Mit Blick auf die Verkehrslage hätte sich das wahrscheinlich mehr gelohnt.“ Tatsächlich reicht die Schlange der geparkten Wagen, die den Straßenrand zur Marina säumt, fast bis über die Lippe nach Werne und in der anderen Richtung sieht es nicht viel besser aus. Der Holland-Markt ist extrem beliebt und auch die Lamprechts haben schon zugeschlagen. Eigentlich seien sie nur für den Käse gekommen. Doch zum Brennnesselkäse haben sich schnell weitere Sorten gesellt, dazu kommen Wurst, Blumen, Brot und Lakritze. „Jetzt bin ich doch froh, mit dem Auto gekommen zu sein“, so Carsten Lamprecht. „Denn bis nach Hause würde ich das alles nicht gerne schleppen wollen.“

Den Käse haben die Lamprechts am Stand „De friese Kashhandel“ eingekauft. Der Brennnesselkäse ist nur eine von zahlreichen Variationen, die die Besucher hier erstehen können. Egal ob mit Senfkörnern oder mit Kümmel, die Maikel Keupink und seine Kollegen haben für jeden Geschmack etwas im Angebot. Auch der drei Jahre alte Gouda steht zum Verkauf und sei auch essbar, versichert er. Der Verkaufsschlager an diesem Tag sei aber ein anderer. „Das ist unser Mai-Käse, auf holländisch ‚Graskaas‘ genannt. Das ist jetzt das erste Mal, dass die Leute den in diesem Jahr kaufen können“, so Keupink.

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Hollandmarkt an der Marina

Holzschuhe, Käse und Lakritz: Der Hollandmarkt in der Marina Rünthe mit 40 Ständen hat am Wochenende einen Besucheransturm ausgelöst.
19.05.2019
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40 Stände gibt es beim Hollandmarkt in der Marina Rünthe.© Stefan Milk
Blühende Hortensien beim Hollandmarkt in der Marina Rünthe.© Stefan Milk
Hollandmarkt in der Marina Rünthe.© Stefan Milk
Hollandmarkt in der Marina Rünthe – hier die neunjährige Alessia mit Miniholzschuhen.© Stefan Milk
Hollandmarkt in der Marina Rünthe: Udo Mundina verkauft lustige Blechfiguren.© Stefan Milk
Hollandmarkt in der Marina Rünthe: "Pommeshansi" und seine Mitarbeiterinnen Marielle (l.) und Kim.© Stefan Milk
Hollandmarkt in der Marina Rünthe: Han Arends verkauft Obst und Gemüse.© Stefan Milk
Hollandmarkt in der Marina Rünthe: Roy Köping bietet Mettwürste an.© Stefan Milk

Spezialitäten an 40 Ständen

Rund 40 Stände versorgen die vielen Besucher, Karsten Quabeck vom Stadtmarketing hat alle Hände voll zutun. „Das Wetter ist ideal und das merken wir natürlich“, berichtet er. „Wenn das so weiter geht, könnten wir bis heute Abend mit den Besucherzahlen im fünfstelligen Bereich liegen.“ Obwohl er im Dauerstress ist, freut sich Quabeck über so viel Zuspruch aus der Bevölkerung: „Einige der Besucher standen schon um 10 Uhr auf der Matte, obwohl es eigentlich erst um 11 Uhr losging. Dieser Erfolg macht uns glücklich.“

Für Freunde deftiger Kost hat der Stand mit dem für Deutsche kryptisch klingenden Namen „Vleeswarenbedrijf“ einiges zu bieten. Hier gibt es Wurst und noch mehr Wurst. Das Brüder-Gespann Karl und Roy Keupink stellt die Wurst selbst her. „Hier gibt es natürlich die klassische Salami aber auch spanische Spezialitäten, luftgetrocknete Würste und vielen mehr.“ Die Wundertüte hat ein bisschen von allem, lautstark bringen die Brüder die an den Mann.

„Stroopwafeln“ im Akkord

Auch Süßes bietet der Holland-Markt in Hülle und Fülle. Roland und Marianne Spiyk backen seit dem Morgen Stroopwafeln im Akkord. Ganz ohne Geschmacksverstärker oder Konservierungsstoffe, darauf ist Roland Spiyk stolz. Die handgemachten Waffeln sollen weniger süß als das Fertigprodukt aus dem Laden sein.

Am Lakritzstand packt Marktchef Henk Ter Hennepe selbst mit an. „Das weiche Karamell und das extra salzige Lakritz gehen heute besonders gut“, so Ter Hennepe. Der Holland-Markt sei in dieser Form zwar nur in Deutschland unterwegs, doch der Niederländer legt wert auf Authentizität. Deswegen dürfen auch nur Händler teilnehmen, die sonst in Holland auf den Wochenmärkten stehen. Kein Wunder also, dass der Markt so beliebt ist.

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