Hochwertiges Angebot in der neuen „Bergkamen-Galerie“

dzEinkaufszentrum Turmarkaden

Die Interra AG stellt ihr Konzept für die neue „Bergkamen-Galerie“ am Rathaus vor. Bei der Kommunalpolitik stößt es auf Zustimmung – nur ein Politiker fühlt sich an alte Zeiten erinnert.

Bergkamen

, 05.12.2018, 13:14 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis die Bergkamener in der neuen „Bergkamen-Galerie“ einkaufen können, das anstelle der Turmarkaden gebaut werden soll, wird noch einige Zeit vergehen. Der Bauherrin, die „Interra Immobilien AG“ aus Düsseldorf, geht von einem Baubeginn 2020 aus. Sie will erst einen Bauantrag für das neue Center stellen, wenn die Flächen zu etwa 75 bis 80 Prozent vermietet sind. Damit rechnet Interra-Geschäftsführer Alexander Dold im März/April kommenden Jahres. Er ist optimistisch, weil die Nachfrage nach Flächen in dem neuen Center groß ist. „Unser Konzept sieht knapp 30.000 Quadratmeter Einzelhandelsflächen vor. Anfrage haben wir für 40.000“, sagte er in der jüngsten Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses, in der er das Konzept für das neue Center zusammen mit Architekt Dirk Eicker aus Halver vorstellte.

Hochwertiges Angebot in der neuen „Bergkamen-Galerie“

In Richtung Rathaus soll es an der Töddinghauser Straße einen offenen Durchgang in den Innenhof geben. © 3dpixel

Großes Interesse am Neubau

Dold führt die große Nachfrage bei Einzelhändlern darauf zurück, dass Interra den Abriss der Turmarkaden plant und das neue Center komplett neu bauen will. Viele Interessenten, die zunächst abgewunken hätten, haben jetzt wieder Interesse, sagte er. Viele mögliche Mieter habe der Zuschnitt der alten Turmarkaden gestört, der komplett auf einen großen Mieter (Wal Mart) zugeschnitten war. Jetzt kann Interra auf die individuellen Wünsche vor allem der großen Mieter eingehen.

Hochwertiges Angebot in der neuen „Bergkamen-Galerie“

Rollsteige sollen ins Obergeschoss führen. Dort konzentriert sich wahrscheinlich die Gastronomie. © 3dpixel

Gastronomie im Obergeschoss

An dem neuen Konzept, das Eicker präsentierte, ist nicht nur der Name neu – bei den vorhergehenden Entwürfen sollte das Center noch „Rathaus-Center“ heißen – sondern auch inhaltlich gibt es Änderungen. Der Büroturm, der am Kreisverkehr Hubert-Biernat-Straße/Töddinghauser Straße zu sehen war, ist auf zwei Geschosse geschrumpft. Das hatte Dold bereits angekündigt. Anders als er ursprünglich gesagt hatte, soll es zwar keinen sogenannten „Food Court“ geben, wie in anderen Einkaufszentren. Restaurants und andere gastronomische Einrichtungen sollen sich allerdings im Obergeschoss des Centers konzentrieren, wenn man den Entwürfen Glauben schenken darf.

Hochwertiges Angebot in der neuen „Bergkamen-Galerie“

Im überdachten Innenhof sind Fußgängerbereiche und Parkplätze geplant. © 3dpixel

Offener Durchgang zum Rathaus

Das Konzept für das Bergkamen Center sieht einen großen Innenhof vor, der von einem Glasdach überspannt ist und der einen offenen Ausgang in Richtung Rathaus hat. In dem Innenhof soll es ebenerdig etwa 100 bis 150 Parkplätze geben. Weitere 510 soll es in einer Tiefgarage geben, die unter der kompletten Fläche des Centers liegen soll. Interra will ein Parkleitsystem installieren, das Autofahrer automatisch in die Tiefgarage leitet, wenn die ebenerdigen Parkplätze komplett belegt sind. Zu den möglichen Geschäften im Bergkamen-Center wollte der Interra-Geschäftsführer noch nichts sagen. Bisher seien noch keine endgültigen Verträge unterschrieben und bis dahin werde er Stillschweigen wahren. Er geht davon aus, dass im neuen Center ein hochwertiges Angebot geben werde. „Durch den Neubau können wir hochwertige Flächen anbieten und bekommen deshalb auch hochwertige Mieter“, sagte er.

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Der Blick vom Obergeschoss in den Innenhof. Das Glasdach soll genug Platz lassen, dass er ausreichend belüftet ist. © 3dpixel

Erinnerung an die alte City

Die Mitglieder im Stadtentwicklungsausschuss begrüßten das Konzept. Nur bei Harald Sparringa (Grüne) mischte sich auch ein wenig Skepsis in die Euphorie. Die geplante Architektur erinnere ihn stark an die ursprüngliche Bergkamener City, die in einer Art Atrium-Stil um einen Innenhof herum gebaut war. Er fragte, ob es nicht sinnvoll sei, dort auch Wohnungen zu bauen, um mehr Kaufkraft in den Bereich zu bringen. Architekt Eicker sah das anders: Das neue Center helfe, Kaufkraft in Bergkamen zu halten, die zurzeit noch in andere Städte abwandert, sagte er.

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