Heinrich Peuckmann schreibt über „Gefährliches Spiel“

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„Gefährliches Spiel“ heißt das neue Buch von Heinrich Peuckmann, Schriftsteller und ehemaliger Lehrer am Städtischen Gymnasium Bergkamen. Das Buch enthält drei längere Erzählungen, die vom Fußball in der Nazizeit handeln.

Bergkamen

, 07.08.2018, 14:21 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der auch von Peuckmann geliebte Sport ist aber nur vordergründig das Thema der Geschichten, vielmehr geht es um Abgründe menschlichen Lebens. Zwei der Erzählungen handeln nämlich vom Fußball in der Nazizeit und zeigen, wie sich berühmte deutsche Fußballer dort verhalten haben. Im Mittelpunkt steht die Geschichte über „Tull“ Harder, der der berühmteste Fußballer der Weimarer Republik war. Kapitän der Nationalmannschaftwar, zweimal mit dem HSV Deutscher Meister, dann trat Harder in die SS ein, wurde Mittäter der Nazis und am Schluss sogar KZ-Kommandant.In dem KZ saß als Gefangener einer seiner Mannschaftskollegen vom HSV. Anlässlich eines Länderspiels 1953 haben sich die beiden im Volksparkstadion in Hamburg wiedergesehen.

Peuckmann schildert ihr fiktives Gespräch und schiebt in Rückblicken ihren unterschiedlichen Lebenslauf ein. Vom jüdischen Fußballer Gottfried Fuchs handelt Peuckmanns zweite Erzählung. Fuchs hat einen einmaligen Torrekord aufgestellt, er schoss sage und schreibe 10 Tore in einem Länderspiel. In der Nazizeit wurde Fuchs wegen seines jüdischen Glaubens aus allen Statistiken gestrichen, aber ermorden konnten ihn die Nazis nicht, denn Fuchs ist mit seiner Familie im letzten Moment die abenteuerliche Flucht gelungen.

Peuckmann schildert das unglaubliche Länderspiel und die ebenso unglaubliche Flucht. Julius Hirsch, dem Mannschaftskollegen von Fuchs, ebenfalls jüdischen Glaubens, ist das nicht gelungen. Ihn haben die Nazis nach Auschwitz transportiert und dort vergast.

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