Heilige Barbara soll zurück nach Oberaden kommen

dzRückholaktion

Die Figur der Heiligen Barbara, die einst zur Zeche Haus Aden gehörte, soll nach mehreren Umzügen zurück nach Oberaden kommen. Auch einen passenden Standort gibt es schon.

Bergkamen

, 28.08.2019, 13:41 Uhr / Lesedauer: 2 min

Willi Null, der Vorsitzende der IGBCE Oberaden, will die Figur der Heiligen Barbara, die einst zur Oberadener Zeche Haus Aden gehörte, zurück in den Ortsteil holen. Die Figur, die aus Marmor besteht, etwa 1,50 Meter hoch ist und rund zwei Tonnen wiegt, soll einen Platz am Lehrstollen im Hof des Stadtmuseums finden, sagt Null. Dort könnten die ehemaligen Bergleute aus Oberaden dann jeweils das Bergamt zur Barbarafeier begehen.

Heiligenfigur zog mit den Bergleuten um

Die Heiligenfigur, um die es geht, hat trotz ihrer Größe und ihres beträchtlichen Gewichts schon einige Umzüge hinter sich. Sie ist immer mit den Bergkamener Bergleuten mitgezogen, wenn wieder ein Bergwerk stillgelegt wurde und sie auf ein anderes verlegt wurden. Jetzt, da die letzte deutsche Steinkohlenzecke stillgelegt ist, könne die Figur wieder zurück nach Oberaden kommen, meint Null.

Ursprünglich war die Heiligenfigur ein Geschenk der Firma Deilmann an die Zeche Haus Aden. Das Unternehmen, das eng mit dem Bergbau verbunden ist, stiftete sie, als der Schacht 7 von Haus Aden in Werne-Langern in Betrieb ging. Der neue Schacht sollte der Zeche damals Kohlefelder nördlich der Lippe erschließen und so ihre Zukunft sichern.

Mittlerweile ist die sogenannte „Nordwanderung“ des Bergbaus längst Geschichte und der Schacht 7 komplett zurückgebaut. Das Schachtgerüst fand noch einmal bei einem Schacht in Hamm-Lerche Verwendung.

Über das Bergwerk Ost nach Bottrop

Die Figur der Heiligen Barbara wanderte weiter zum Bergwerk Ost in Hamm, als Haus Aden darin aufging und die Förderung in Oberaden eingestellt wurde. Als auch das Bergwerk Ost als letzte Zeche im östlichen Ruhrgebiet stillgelegt wurde, zog die Heiligenfigur wieder weiter: Sie kam zum Bergwerk Prosper Haniel in Bottrop, genau so wie Teile der Belegschaft des ehemaligen Bergwerks Ost. Prosper Haniel war die letzte deutsche Steinkohlenzeche, die schließlich im Dezember 2018 ebenfalls stillgelegt wurde.

Aus diesem Grund möchte Null die Heiligenfigur wieder nach Oberaden zurückholen. Er habe auch schon erste Gespräche geführt, sagte er – unter anderem mit Peter Schrimpf, dem früheren PS-Direktor der RAG. Mittlerweile ist er zuversichtlich, dass die Barbarafigur nach Oberaden zurückkehren kann. Es muss noch geklärt werden, wann sie in Bottrop abgebaut und nach Oberaden transportiert wird. Null hofft, dass sie schon zur nächsten Barbarafeier zurückkehren kann.

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