Heil wartet noch auf seine Störche

dzHorst auf dem Spritzenhaus

Noch sein keine Störche in die Nisthilfe auf dem Heiler Spritzenhaus eingezogen. Landschaftswächter Klaus Nowack hat aber die große Hoffnung, dass sie noch kommen.

Heil

, 29.03.2019, 14:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der eine oder andere Heiler hat sicherlich schon Ausschau gehalten, ob sich wieder Störche im Storchennest auf dem alten Spritzenhaus ansiedeln. Doch bisher ist der Horst an der Dorfstraße noch leer geblieben - ebenso wie eine Nisthilfe, die von der Biologischen Station in einem Naturschutzgebiet an der Lippe aufgestellt wurde. „Es ist wohl einfach noch ein paar Tage zu früh im Jahr“, vermutet Landschaftswächter Klaus Nowack, der die Störche im Blick hat.

Die ersten Störche sind schon an der Lippe

Es ist nicht so, dass nicht schon die ersten Störche den Weg zurück an die Lippe gefunden haben. Auch Nowack hat schon die ersten Weißstörche gesehen. Aber die Nistplätze sind noch nicht besetzt - noch nicht einmal der Horst in der Nähe des Gersteinwerks an der Stadtgrenze zwischen Werne und Hamm, wo in den vergangenen Jahren immer ein Storchenpaar brütete.

Vögel kommen meist zurück ins vertraute Nest

Nowack geht davon aus, dass erst ab Anfang April die Chance besteht, dass Störche die Nisthilfe auf dem Spritzenhaus beziehen. Die Chancen dafür stehen nach seiner Ansicht gut. Bis auf das vergangene Jahr hatten dort immer Störche gebrütet. „Störche kommen immer dahin zurück, wo sie schon einmal waren“, sagte er.

Jungstorch starb bei Kampf mit fremden Störchen

Das Storchenpaar, das auf dem Spritzenhaus brütete, hatte allerdings wenig Glück. Beim ersten Mal war es sehr spät mit der Brut. Die Jungstörche überlebten eine Schlechtwetterperiode nicht. 2017 hatte das Paar ein Junges schon sehr weit aufgezogen, aber es fiel bei einem Kampf der Eltern mit anderen Störchen aus dem Nest. Vermutlich hatten die fremden Störche versucht sich im wahrsten Sinne des Wortes ins „gemachte Nest“ zu setzen.

Unverträglich zur Brutzeit

Das sei für Störche nicht ungewöhnlich, sagt Nowack. „Zur Brutzeit sind Störche sehr unverträglich. Sie machen sich dann auch oft Nisthilfen streitig, obwohl es genug gibt“, erklärt der Landschaftswächter. Außerdem halten Störche nicht viel von neuen, noch unbenutzten Nisthilfen, sondern ziehen gerne dort ein, wo schon Störche waren.

Deshalb kann sich Nowack auch gut vorstellen, dass auch in Heil in diesem Jahr wieder Störche brüten - entweder weil das Storchenpaar zurückkommt, das dort schon gebrütet hat oder dass ein neues Paar den Horst bezieht.

Das kann auch passieren, wenn Anfang April noch keine Störche kommen. Die Brut kann noch bis in den Juni beginnen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Ehemaliger Sakralbau
Die „unendliche Geschichte“ mit der Kapelle Heil geht langsam zu Ende
Hellweger Anzeiger Strukturhilfe für Kohleausstieg
Kreis-CDU fordert Geld für Bergkamen und die anderen Kraftwerkskommmunen
Meistgelesen