„Haus Heil“ wird abgerissen – aber es gibt schon Pläne für Neues

dzEhemalige Traditionsgaststätte

Die Traditionsgaststätte „Haus Heil“ ist schon fast ein Jahr geschlossen, nun wird das Gebäude in Oberaden abgerissen. Doch die Eigentümerin hat offenbar schon Ideen für eine Nachnutzung

Oberaden

, 17.01.2020, 14:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nun ist die Traditionsgaststätte „Haus Heil“ in Oberaden endgültig Geschichte. Der Abrissbagger, der seit Anfang vergangener Woche am Werk ist, leistet ganze Arbeit, zum Wochenende wird das Gebäude an der Rotherbachstraße 120 wohl nur noch ein Trümmerhaufen sein. Der Abriss kommt nicht ganz überraschend, die Gaststätte hatte bereits Ende März des vergangenen Jahres ihren Betrieb eingestellt.

Die Eigentümerin hat weder verkauft noch verpachtet

Die Eigentümerin Marion-Heil Klute hat die Immobilie – wie angekündigt – weder verkauft noch verpachtet, sie ist immer noch in ihrem Besitz. Und offenkundig hat sie auch schon eine Idee, wie das demnächst freie Grundstück künftig genutzt werden soll. An die Öffentlichkeit will sie damit aber noch nicht treten, wie aus der Familie zu erfahren ist. Zunächst einmal müsse sich zeigen, ob sich das geplante Vorhaben auch tatsächlich realisieren lässt.

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Ohnehin müssen noch die Abrissbagger ihre Arbeit abschließen. Und dann werden die Überreste auseinander sortiert und fachgerecht entsorgt. Im „Haus Heil“ befand sich nicht nur eine Kegelbahn, sondern auch ein Schießstand, den einst der Schützenverein Oberaden nutzte. Die Schützen und auch die anderen Vereine, die sich dort trafen, haben inzwischen längst eine neue Heimat gefunden. Doch auch ihre Mitglieder dürften neugierig sein, was nach dem endgültigen Verschwinden von Haus Heil passiert.

Das Grundstück wird neu vermessen

Wenn das Grundstück an der Rotherbachstraße trümmerfrei ist, soll es erst einmal ganz neu vermessen werden, ist von der Familie zu hören. Auch das werde seine Zeit in Anspruch nehmen. Aber wenn die Mess-Ergebnisse den Planungen nicht im Wege stehen, könne es ganz schnell gehen mit dem neuen Projekt.

Was auch immer an der Rotherbachstraße entstehen wird, es wird auf gastronomiehistorischem Grund stehen. Denn eine Gastwirtschaft gab es dort, seit Karl Heil das Haus im November 1911 gekauft hatte. Das „Haus Heil“ blieb in Familienhand – zuletzt in der von Marion Heil-Klute, die die Gaststätte von ihren Eltern übernommen hat.

Das „Haus Heil“ ist bei weitem nicht die erste Traditionsgaststätte in Bergkamen, die eine neue Nutzung erfährt. Manche wurden in Wohnraum umgebaut, etwa die ehemalige Gaststätte Lenz („Zum schrägen Otto“) in Weddinghofen. Es gibt aber auch völlig andere Beispiele: Auf dem Grundstück des früheren „Haus Brügmann“ an der Werner Straße steht heute eine Autowaschstraße.

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