Händler und Besucher kommen bei (fast) jedem Wetter zum Wochenmarkt

dzDonnerstagsmarkt

Der Bergkamener Wochenmarkt ist für einige Stunden am Donnerstag eigentlich nur eine flüchtige Einrichtung. Trotzdem hat er sehr feste Regeln – bei den Händlern und bei ihrer Kundschaft.

Bergkamen

, 21.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bergkamener sind daran gewöhnt, auf dem großen Wochenmarkt am Donnerstag die meisten Händler an ihrem gewohnten Platz zu finden. Und die Händler sind daran gewöhnt, ihre Kundschaft fast jeden Donnerstag wiederzusehen, Die Temperaturen sinken, das Wetter wird schlechter – aber der Bergkamener Wochenmarkt zeichnet sich durch eine erstaunliche Konstanz aus.

Händler und Besucher kommen bei (fast) jedem Wetter zum Wochenmarkt

Der Bergkamener Wochenmarkt zeichnet sich vor allem durch dein großes Angebot an Textilien aus. © Stefan Milk

Die meisten Händler kommen an jedem Donnerstag

Das trifft nach Angaben des Bergkamener Ordnungsamtes, das für die Marktorganisation zuständig ist, vor allem auf die Händler zu. Es gibt einen festen Stamm von Händlern, die jede Woche kommen und auch jede Woche ihren festen Platz auf dem Markt bekommen. Das hat den Vorteil, dass die Kundschaft nicht lange suchen muss – ähnlich wie im Supermarkt, bei dem auch immer alles an seinem gewohnten Platz steht.

Ausnahmen gibt es nur dann, wenn Stamm-Händler nicht kommen, sagt Stefan Klement vom Ordnungsamt. Das kommt gelegentlich vor, wenn Händler Urlaub haben oder krank sind. Dann vergeben die Marktmeister ihren Stammplatz auch ausnahmsweise an einen der fliegenden Händler, die kurzfristig kommen und auf einen guten Platz auf dem Markt hoffen.

Händler und Besucher kommen bei (fast) jedem Wetter zum Wochenmarkt

Die Besucher trömen zu jeder Jahreszeit auf den Markt – zumindest sofern es nicht regnet. © Stefan Milk

Schnee und Eis schrecken Händler mit einem weiten Weg ab

Nur hin und wieder kommt es im Winter vor, dass auch das Wetter Händler abschreckt. Manche Anbieter auf dem Bergkamener Wochenmarkt kommen von weither – zum Beispiel aus Duisburg oder aus dem Hochsauerland. Sie müssen oft früh losfahren, um rechtzeitig zum Aufbauen in Bergkamen zu sein. „Da kann es schon einmal vorkommen, dass Händler befürchten, wegen des Wetters zu spät zu kommen und gleich zuhause bleiben“, sagt Klement.

Die ersten von ihnen sind schon gegen 5 Uhr morgens da. Die letzten kommen erst um kurz vor 7 Uhr, wenn der Markt geöffnet wird. Das hängt vor allem davon ab, wie lange sie für den Aufbau ihres Angebots benötigen. Händler mit einem festen Verkaufswagen, in denen das Angebot bereits sortiert ist, benötigen meist nur Minuten bis sie verkaufsfertig sind.

Händler und Besucher kommen bei (fast) jedem Wetter zum Wochenmarkt

Kohlköpfe statt Apfelsinen: Die Obst und Gemüsehändler passen ihr Frische-Angebot der Jahreszeit an. © Stefan Milk

Treffpunkt für viele Bergkamener

Die Kontinuität bei der Kundschaft ist ähnlich groß wie bei den Händlern, hat Particia Höchst beobachtet. Sie ist Leiterin des Bergkamener Bürgerbüros und zu ihrem Amtsbereich gehört auch das Sachgebiet Ordnungsanlegenheiten mit den Marktmeistern. Den Kern des Wochenmarktes bietet ein gastronomisches Angebot, das von Kaffee und Brötchen bis zu frischen Reibeplätzchen reicht. Die Stadt stellt an den Ständen Biertischgarnituren auf, an denen sich Marktbesucher niederlassen können.

Diese Bänke und Tische sind immer voll, auch wenn es kalt wird. Für viele Besucher des Bergkamener Wochenmarkts sind sie ein fester Treffpunkt. „Wenn es kalt wird, ziehen sich die meisten einfach wärmer an und sitzen auch dort“, hat Höchst beobachtet. Es gibt eigentlich nur eines, das die Bergkamener vom Marktbesuch abhalten kann. „Wenn es regnet, sind deutlich weniger Menschen da“, hat Höchst beobachtet.

Es sind übrigens nicht alle Bevölkerungsgruppen gleich vertreten, hat Klement beobachtet – und das hat einen sehr einfachen Grund. Vor allem die Bergkamener, die schon im Ruhestand sind, haben morgens Zeit, zum Wochenmarkt zu kommen. Die Jüngeren sind arbeiten. Sie kaufen Obst und Gemüse, Blumen und Stoffe wohl vor allem abends – und dann nicht auf dem Markt, der lange beendet ist, sondern vor allem im Supermarkt.

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