Gutachter spricht von einem „Fünkchen Hoffnung“ für die Bewohner der geräumten Häuser

dzTöddinghauser Straße

Brandschutzgutachter Thomas Albrecht und die Behörden ziehen jetzt offenbar in Sachen der geräumten Häuser an einem Strang. Für die Bewohner besteht möglicherweise Grund zur Hoffnung.

Bergkamen

, 16.07.2019, 16:48 Uhr / Lesedauer: 2 min

Brandschutzgutachter Thomas Albrecht will noch in dieser Woche einen schriftlichen Vorschlag zur Brandschutzsanierung der beiden geräumten Häuser Töddinghauser Straße135 und 137 machen. Und möglicherweise wird er für die Menschen, die ihre Wohnungen verlassen und bei Freunden, Verwandten oder in Notunterkünften unterkommen mussten, eine gute Nachricht haben.

Konstruktives Gespräch über die geräumten Häuser

Albrecht formuliert zwar vorsichtig und will keine Prognose über einen Zeitpunkt für die Rückkehr in die Häuser machen. Aber er sprach zumindest von „einem Fünkchen Hoffnung“. Und er kündigte an, dass er in einigen Wochen eine „existenzielle Nachricht“ in Bezug auf die Häuser machen könne. Die wird Albrecht vermutlich gemeinsam mit dem Bergkamener Bauderzernten Dr. Hans-Joachim Peters vorstellen. Zunächst hatte Albrecht der Einschätzung der Behörden widersprochen, die die Häuser im Mai wegen Brandschutzmängeln für unbewohnbar erklärt hatten und räumen ließen. Inzwischen ziehen beide Seiten offenbar an einem Strang.

Gutachter spricht von einem „Fünkchen Hoffnung“ für die Bewohner der geräumten Häuser

Die Häuser waren im Mai für unbewohnbar erklärt und geräumt worden. © Marcel Drawe

Eigentümerversammlung in der nächsten Woche

Zumindest äußerten sich sowohl Peters als auch Albrecht positiv über ein mehrstündiges Gespräch am Montag, an dem außer ihnen auch Vertreter des Kreises und des Eigentümerbeirates teilgenommen haben. Peters versprach eine schnelle Prüfung, wenn Albrecht sein Gutachten vorgelegt hat. „Das oberste Ziel ist eine möglichst schnelle Rückkehr der Bewohner in die Häuser“, sagte der Dezernent. Seinen Angaben zufolge ist in der kommenden Woche eine Eigentümerversammlung geplant. Eine wichtige Frage dürfte dabei sein, ob es Albrecht schafft, mit seinem Sanierungsplan alle Eigentümer unter einen Hut zu bringen. In den Häusern wohnten vor der Räumung 95 Menschen, viele davon in selbst genutzten Eigentumswohnungen, manche aber auch zur Miete.

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Positive Rückmeldung der Eigentümer

Albrecht selbst ist optimistisch, dass er eine Einigung herbeiführen kann: „Zur Zeit spreche ich für mehr als 50 Prozent der Bewohner“, sagte er. Und auch von anderen habe er positive Rückmeldungen erhalten. Eine wichtige Rolle dürfte dabei allerdings auch spielen, welche Kosten auf die Bewohner zukommen. Zu Details des Gutachtens und der notwendigen Maßnahmen wollte Albrecht vorerst nichts sagen. Er war am Dienstagnachmittag noch einmal in den geräumten und abgesperrten Häusern, um noch einige Einzelheiten zu klären, damit er das schriftliche Gutachten in Kürze vorlegen kann.

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