Was geht im Sommer im Büro und was nicht? T-Shirt, Spaghetti-Träger und halbärmeliges Hemd? Muss der Rock tatsächlich knielang sein und die Krawatte immer am Hals hängen? Die Dresscodes in Bergkamen sind unterschiedlich.

Bergkamen

, 01.08.2018, 14:06 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Bergkamener Rathaus gibt es keine Kleiderordnung – weder an normalen Tagen noch im Hochsommer, wenn sich die Temperaturen über der 30-Gradmarke einpendeln. Bürgermeister Roland Schäfer vertraut seinen Mitarbeitern, die ohne Klimaanlage auskommen müssen, dass sie immer „irgendwie angemessene Kleidung“ tragen. So gibt es bei den Röcken kein Maß, dürfen die Schultern der weiblichen Mitarbeiter durchaus frei von Stoff und so unbedeckt bleiben, die Herren können auch T-Shirts tragen. „Ich vertraue meinen Mitarbeitern, dass sie sich immer dem Anlass entsprechend kleiden“, sagt Schäfer.

Gummilatschen sind an Bergkamener Arbeitsplätzen tabu

Bürgermeister Roland Schäfer einen „Notfall-Kleiderschrank“ im Büro. © Stefan Milk

Ersatz-Garderobe

Wer keinen Kundenkontakt hat, kann es durchaus ein wenig lockerer halten und unter Umständen auch mal als Mann eine kurze Hose im Büro anziehen. Ansonsten ist dies tabu: Aus Gründen des Respekts gegenüber den Besuchern. Zwei Dinge will der Bürgermeister allerdings absolut nicht sehen: „Gummilatschen und Muskelshirts.“ Die sind absolutes No-Go. Schäfer selbst kommt an heißen Tagen ebenfalls im Polo-Shirt zur Arbeit– sofern er keine offiziellen Termine hat. Und für den Fall, dass er dann doch unverhofft los muss, hat er immer noch eine Ersatz-Garderobe im Büroschrank. Weißes Hemd, Sakko und Krawatte hängen dort aber nicht nur im Hochsommer, sondern das ganze Jahr über.

Die Mitarbeiter der Sparkasse Bergkamen-Bönen profitieren an heißen Tagen von den Klimadecken, die im Neubau installiert sind.

Die Hose bleibt lang

Doch selbst, wenn die nicht wären, gelten für die Angestellten etwas strengere Regeln als für die Rathaus-Mitarbeiter: Die Schultern der Damen müssen immer bedeckt sein, der Rock oder das Kleid geht bis zum Knie und Flip-Flops sind auch hier tabu. Für die Herren gilt: Die Hose bleibt lang. Ansonsten ist die Kombination kurzärmeliges Hemd und Krawatte durchaus akzeptiert, sagt Sprecher Darius Nowaczyk. Ohnehin enthält das Leitbild der Sparkasse einen Dresscode, an dem sich jeder Mitarbeiter orientieren kann, sagt Vorstandsvorsitzende Beate Brumberg. Neben langen Röcken und kurzen Hosen ist dort auch festgehalten, dass Tattoos, sofern vorhanden, nicht zu sehen sein dürfen. Ansonsten vertraut Brumberg ebenso wie der Bürgermeister auf das Fingerspitzengefühl ihrer Mitarbeiter und das Verständnis der Kunden. Auch, wenn bei großer Hitze dann doch mal die Krawatte abgelegt wird.

Bei Bayer gibt es – abgesehen von der in einigen Bereichen vorgeschriebenen Sicherheitskleidung – diesbezüglich keine Vorschriften: „Erfahrungsgemäß gehen unsere Mitarbeiter sehr verantwortungsbewusst mit der Frage um, welche Kleidung am Arbeitsplatz angemessen ist“, sagt Sprecher Martin Pape. „Deshalb entscheiden sie auch in der aktuellen Hitzeperiode selbst, was sie anziehen.“

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