Die GSW müssen alles tun, um der Feuerwehr solche Großeinsätze wie am Donnerstagabend zu ersparen. © Stephanie Tatenhorst
Meinung

GSW müssen ihr Problem mit dem Chlorgas in den Griff kriegen

Die Gemeinschaftsstadtwerke haben ein Problem mit der Chlorgasanlage im Wellenbad. Ausbaden müssen das die freiwilligen Feuerwehrleute. Deshalb muss der Badbetreiber Konsequenzen ziehen, meint unser Autor.

Es war noch Glück im Unglück, dass sich der jüngste Chlorgas-Alarm im Wellenbad am Abend abspielte. Hätte die Warnanlage an einem heißen Sommernachmittag angeschlagen, hätten hunderte oder gar tausende Besucher das Bad räumen müssen. Die Feuerwehrleute, die zum Häupenweg ausgerückt sind, mögen das anders sehen: Sie mussten nach einem Arbeitstag noch einen Großeinsatz absolvieren, der bis zum späten Abend dauerte. Und das war nicht zum ersten Mal der Fall, schon in der Vergangenheit gab es solche Alarme, weil die Chlorgasanlage nicht richtig funktionierte.

Man kann es nicht oft genug betonen: In Bergkamen bekämpfen ausschließlich freiwillige Feuerwehrfrauen und -männer solche Gefahren, die dafür ihre Freizeit opfern. So stehen die Gemeinschaftsstadtwerke und die Betreiber ähnlicher Anlagen in der Pflicht, der Feuerwehr solche Großeinsätze, wenn es irgend geht, zu ersparen. Natürlich kann einen technischen Defekt niemand ausschließen. Aber im Wellenbad häufen sie sich, was Fragen nach den Ursachen aufwirft. Von der Sicherheit ganz zu schweigen. Falls die GSW diese Probleme nicht in den Griff bekommen und die Feuerwehr erneut ausrücken muss, darf die vorzeitige Wellenbad-Schließung kein Tabuthema sein.

Über den Autor
Redaktion Bergkamen
1967 in Ostwestfalen geboren und dort aufgewachsen. Nach Abstechern nach Schwaben, in den Harz und nach Sachsen im Ruhrgebiet gelandet. Erst Redakteur in Kamen, jetzt in Bergkamen. Fühlt sich in beiden Städten wohl.
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Johannes Brüne

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