Grundschulen in Bergkamen und Kamen bekommen als erste das schnelle Internet

dzBreitbandausbau

Die ersten sollen schon 2020 von der Anbindung ans schnelle Internet profitieren. Vier Bergkamener und fünf Kamener Schulen bekommen einen Breitbandanschluss. Alle anderen müssen sich noch gedulden.

Bergkamen

, 03.01.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Das Internet soll in Bergkamen und Kamen endlich richtig schnell werden. Der Weg dahin vollzieht sich jedoch zwar stetig aber langsam. Bis Glasfaserkabel liegen, müssen die Internet-Nutzer noch viel Geduld aufbringen. Vier Bergkamener und fünf Kamener Grundschulen sollen aber schon in diesem Jahr schnelles Internet bekommen. Es handelt sich ausgerechnet um die Schulen, für die der Breitband-Betrieb Bergkamen (BBB) als letzte einen Glasfaseranschluss beantragt hat.

So sieht die grobe Netzplanung in Bergkamen, Kamen und Bönen aus. Es ist deutlich zu sehen, dass die Glasfasertrassen in die weißen Flecken zu Gewerbegebieten und Schulen auch durch Wohnbereiche führen, die sich leicht anschließen lassen.

So sieht die grobe Netzplanung in Bergkamen, Kamen und Bönen aus. Es ist deutlich zu sehen, dass die Glasfasertrassen in die weißen Flecken zu Gewerbegebieten und Schulen auch durch Wohnbereiche führen, die sich leicht anschließen lassen.

Ausbau auch in Kamen und Bönen

Der Eigenbetrieb der Stadt Bergkamen betreibt den Glasfaserausbau nicht nur für Bergkamen, sondern auch für die beiden Nachbarkommunen Kamen und Bönen mit. Um die sogenannten „weißen Flecken“ im ländlichen Bereich, Schulen und Gewerbegebiete ans Glasfasernetz anzuschließen, haben drei Kommunen gemeinsam einen Förderantrag für Bundesmittel gestellt. Einige Grundschulen in Bergkamen und Kamen entsprachen jedoch nicht den Förderrichtlinien.

Das Land zahlt schneller

Das Land NRW hatte eigens für solche Fälle ein weiteres Förderprogramm aufgelegt, das jetzt schneller Geld bereitstellt als die Bundesregierung. Deshalb bekommen in Bergkamen die Prein- und die Jahnschule in Oberaden, die Overberger Grundschule und die Schillerschule in Bergkamen-Mitte wahrscheinlich schon 2020 einen Glasfaseranschluss. Die Bezirksregierung will den Förderbescheid im Januar oder Februar überreichen.

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Die vier weiterführenden Schulen, die VHS und die beiden Grundschulen Gerhart-Hauptmann-Schule und Pfalzschule sind erst im kommenden Jahr an der Reihe. Die Freiherr-von-Ketteler-Grundschule in Rünthe hat schon einen Glasfaseranschluss.

Die Freiherr-von-Ketteler-Grundschule in Rünthe hat als einzige Bergkamener Grundschule schon einen Glasfaseranschluss. Die Schule arbeitet bereits daran, die Technik im Unterricht zu nutzen.

Die Freiherr-von-Ketteler-Grundschule in Rünthe hat als einzige Bergkamener Grundschule schon einen Glasfaseranschluss. Die Schule arbeitet bereits daran, die Technik im Unterricht zu nutzen. © Borys Sarad

Detailplanung für das Glasfasernetz fehlt noch

Bevor die Verlegung der Glasfaserkabel in die weißen Flecken beginnt, muss sie noch im Detail geplant werden. Der BBB ist zurzeit dabei, die Feinplanung auszuschreiben, nachdem die Grobplanung abgeschlossen ist. Erst wenn die Feinplanung vorliegt, kann der BBB die Baumaßnahmen ausschreiben. Das wird vermutlich 2021 der Fall sein. Das fertige Glasfasernetz soll das kommunale Telekommunikationsunternehmen Helinet aus Hamm übernehmen.

Auch Bürger, die nicht in den weißen Flecken leben, sollen die Chance bekommen, sich an das Glasfasernetz anschließen zu lassen. Das ist wahrscheinlich überall dort möglich, wo sich ohne große Probleme ein Abzweig auch in Wohnsiedlungen legen lässt.

Das Verlegen der Glasfaserkabel ist für das Jahr 2021 geplant. So lange dauert die Vorplanung noch.

Das Verlegen der Glasfaserkabel ist für das Jahr 2021 geplant. So lange dauert die Vorplanung noch. © Pascal Albert

Der BBB plant deshalb eine eigene Homepage, auf denen die häufigsten Fragen von Bürgern zum Breitbandanschluss beantwortet werden. Auf der Homepage sollen Bürger auch ihre Adresse eingeben können, um zu sehen, ob eine Breitbanderschließung möglich ist. Sie sollen dort auch einen Bandbreitentest für ihr Haus oder ihre Wohnung vornehmen können.

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Möglicherweise Förderung für „Graue Flecken“

Marc Alexander Ulrich, Dezernent bei der Bergkamener Stadtverwaltung und Geschäftsführer des BBB, hofft darauf, dass die Bundesregierung auch noch ein Förderprogramm für sogenannte „graue Flecken“ auflegt.

Zeitplan

Erst die Grundschulen und dann der ganze Rest

  • Der Zeitplan des BBB sieht vor, dass die ersten vier Grundschulen in Bergkamen und fünf weitere in Kamen einen Glasfaseranschluss bekommen.
  • Die Kommunen müssen auch für die technische Infrastruktur in den Gebäuden sorgen, um den Breitbandanschluss zu nutzen.
  • Die anderen Schulen in den beiden Städten und die Gewerbegebiete sollen 2021 folgen.
  • im kommenden Jahr soll auch der Ausbau des Glasfasernetzes zu den sogenannten „Weißen Flecken“ beginnen.

Das sind Bereiche der Stadt, in denen zwar eine Download-Rate von über 30 mbit/Sekunde möglich ist – in denen der Internet-Anschluss aber in absehbarer Zeit ebenfalls zu langsam ist. Von einem solchen Programm würden wahrscheinlich große Teile von Bergkamen und Kamen profitieren. Grundsätzlich ist der Glasfaserausbau wahrscheinlich überall dort möglich, wo sich ausreichend Kunden finden, die einen Glasfaseranschluss wollen.

Das gilt übrigens auch für die Gewerbegebiete. Es ist geplant, eine schnelle Internetverbindung in drei Gewerbegebiete in Bergkamen, acht in Kamen und vier in Bönen zu legen. Zurzeit befindet sich das Projekt aber noch in der Marktabfrage. Die Unternehmen in den Gewerbegebieten werden befragt, ob sie einen Glasfaseranschluss möchten. Gebaut wird er nur, wenn es mindestens drei Interessenten gibt.

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