Grundschule hat immer wieder Ärger mit Vandalismus am Wochenende

dzBrandstiftung an der Turnhalle

Der Sportunterricht an der Kettelerschule fällt in dieser Woche aus, weil die Turnhalle nach einer Brandstiftung gereinigt werden muss. Das ist nicht der erste Fall, in dem es Ärger mit Vandalismus gibt.

Bergkamen

, 07.10.2019, 15:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schüler der Freiherr-von-Ketteler-Grundschule müssen in dieser Woche auf den Sportunterricht verzichten. Einbrecher haben Feuer gelegt. Deshalb ist die Turnhalle jetzt mit einer Rußschicht belegt, die eine Spezialfirma in den kommenden Tagen beseitigen soll. Erst dann kann die Halle nach Angaben von Schulleiterin Heike Prochnow wieder genutzt werden.

Mullbinden als Brandbeschleuniger

Sie ist schon zufrieden, weil ansonsten keine allzu großen Schäden durch den Einbruch entstanden sind. Unbekannte hatten am späten Samstagabend eine Scheibe an der Eingangstür zur Turnhalle eingeschlagen und waren in das Gebäude eingedrungen. Sie hatten Sportgeräte nach draußen geschleppt und die Matte an der Eingangstür angezündet. Dazu brachen sie den Erste-Hilfe-Kasten auf, nahmen die Mullbinden heraus, wickelten sie um die Matte und steckten sie an.

Zum Glück konnte das Feuer keinen größeren Schaden anrichten. Ein Passant bemerkte die Flammen und trat sie aus, noch bevor die Feuerwehr eintraf. Auch die Sportgeräte wurden nicht beschädigt, wie die Schulleiterin erleichtert feststellte. Als sie dazukam, hatte der Baubetriebshof offenbar ein Mini-Trampolin und einen Kasten schon in die Halle zurückgeschafft.

Grundschule hat immer wieder Ärger mit Vandalismus am Wochenende

Unbekannte hatten die Matte unmittelbar hinter der Eingangstür zur Turnhalle an Brand gesteckt. Dazu umwickelten sie die Matte mit Mullbinden aus dem Erste-Hilfe-Koffer. © Borys Sarad

Regelmäßig Müll und Scherben auf dem Schulgelände

Der Vorfall am Wochenende ist nicht der erste, über den sich die Schulleiterin ärgert. Sie berichtet, dass das Schulgelände fast schon regelmäßig von Unbekannten vermüllt wird – offenbar von jungen Leuten, die sich am Wochenende auf dem Schulhof treffen und dort feiern oder zumindest essen und trinken. Prochnow spricht von regelmäßigem „Wochenendvandalismus“, zu dem es dabei kommt.

Zu Glück sind die Folgen nicht so gravierend wie am Samstagabend. Die Schulhausmeister müssen aber regelmäßig am Montag ausrücken und das wegräumen, was die ungebetenen Gäste hinterlassen haben. Oft liegen Pizzakartons verstreut auf dem Schulgelände und leere Flaschen. „Wir können eigentlich von Glück sagen, wenn es nur leere Flaschen sind“, sagt Prochnow. Häufig müssen die Hausmeister Scherben einsammeln, auch aus den Sandkästen.

Trotzdem hält die Schulleiterin bisher nichts davon, das Gelände der Schule einzuzäunen und nach Unterrichtsende abzusperren. Es gehört ausdrücklich zum Konzept der Schule, dass Kinder und Jugendliche sich dort nach Schulschluss treffen und spielen. „Sie sollten sich dabei nur benehmen können“, sagt die Prochnow.

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