Grüne wollen Lkw-Verkehr durch Beschränkung auf städtischen Straßen stoppen

dzDiskusion um L 821n

Die Grünen möchten die Ortsdurchfahrt Weddinghofen auf einem Umweg vom Lkw-Verkehr entlasten. Sie beantragen eine Tonnagebeschränkung für drei städtische Straßen.

Bergkamen

, 26.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Grünen möchten die Schulstraße vom Lkw-Verkehr entlasten, indem der Kleiweg, die Gedächtnisstraße und die Töddinghauser Straße zwischen dem Rathaus und der Erich-Ollenhauer-Straße für Fahrzeuge mit mehr als 7,5 Tonnen Gesamtgewicht gesperrt werden. Damit soll der Verkehr von der A2 durch Weddinghofen zu den Industriebetrieben im Bereich der ehemaligen Zeche Monopol unterbunden werden. Damit greifen die Grünen einen Vorschlag der Bürgerinitiative für die L 821n auf. Die BI hatte ihn allerdings für den Fall gemacht, dass der Schwerlastverkehr trotz des Baus der L 821n weiter durch Weddinghofen rollt.

Lastwagen sollen auf empfohlene Strecke gedrängt werden

Die Grünen sehen die Sperrung jedoch als ein Mittel, die Lastwagen auf die eigentlich von der Stadt empfohlene Strecke über die A 1-Anschlussstelle in Rünthe, die Industriestraße und die Fritz-Husemann-Straße zu lenken. Die Stadt hatte das zwar empfohlen, aber ohne Erfolg: Die meisten Lkw-Fahrer die auf der A 2 aus Richtung Oberhausen kommen, wählen den kürzeren Weg durch Weddinghofen und sparen sich den längeren Weg über das Kamener Kreuz.

Straßen.NRW hat sich anderen Lösungen verweigert

„Wir wollen mit den Antrag zeigen, dass wir nicht nur die L 821n verhindern wollen, sondern auch an die Anwohner an der Schulstraße denken“, sagte der Fraktionsvorsitzende der Grünen, Jochen Wehmann. Er weist darauf hin, dass alle Versuche, Straßen.NRW zu einer Ausschilderung an der Autobahn oder eine Tonnagebeschränkung auf der als Landesstraße geführten Schulstraße zu bewegen, gescheitert sind.

In der vergangenen Ratssitzung hatte die Fraktion BergAUF bereits den Antrag gestellt, eine Tonnagebeschränkung auf der Schulstraße einzuführen. Das hatte der Stadtrat abgewiesen, mit dem Hinweis, dass dort Straßen.NRW der Baulastträger ist.

Grüne sehen die besseren Argumente auf ihrer Seite

Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters hatte in der Sitzung Zweifel geäußert, dass sich Straßen.NRW auf eine Sperrung der städtischen Straßen einlässt, die für die Landesstraße als Zubringer dienen. Bei dieser Straße handelt es sich um eine Kreisstraße. Die Grünen sehen aber die Argumente auf ihrer Seite. Straßen.NRW lehnt es ab, die Schulstraße zu einer Gemeindestraße herabzustufen, um dort verkehrslenkende Maßnahmen wie eine Tonnagebeschränkung möglich zu machen – auch nach dem Bau der L 821n. Die Begründung: Dann würde das Landestraßennetz unterbrochen. Jetzt bleibt das Netz erhalten, argumentieren die Grünen. Wenn ihr Antrag umgesetzt werde, würde nur der Schwerlastverkehr von Straßen ferngehalten, die nicht dafür gebaut sind.

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