Gottesdienst zum ersten Advent: Applaus für die pünktlichen Kirchenrenovierer

dzSt. Barbara Oberaden

Viele Mitglieder der Gemeinde St. Barbara zweifelten, dass die Renovierung ihrer Kirche wirklich pünktlich enden würde. Doch das Hochamt zum ersten Advent bewies ihnen das Gegenteil.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Oberaden

, 01.12.2019, 14:59 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie neu erstrahlte am Sonntagmorgen der Innenraum der Kirche St. Barbara in Oberaden, als diese nach drei Monaten und ziemlich aufwendigen Renovierungsarbeiten pünktlich zum ersten Advent von der gesamten Pfarrgemeinde mit einem feierlichen Hochamt wieder „in Betrieb“ genommen wurde.

Allerdings war die Pfarrgemeinde dank der guten Zusammenarbeit über die Pfarrgemeinde- und auch Stadtgrenzen hinweg während der Renovierungsphase keineswegs „heimatlos“. „Zum Glück konnten unsere Gemeindemitglieder auf kurzem Weg in die Herz-Jesu-Kirche in Lünen-Beckinghausen ausweichen“, so der Leiter des Pastoralverbundes Bergkamen, Pastor Thorsten Neudenberger, der am Sonntag in St. Barbara auch das Hochamt leitete.

Die Bäume für die Ausweichkirche waren schon bestellt

Der Kirchenchor „Kreuz und Quer“ übernahm die musikalische Gestaltung, allerdings nicht unter der Leitung von Cornelia Fork, die noch an einer Handverletzung laboriert, sondern unter der Leitung von Lukas Bajon, der auch kräftig die Orgeltasten „bearbeitete“.

„Keiner hatte damit gerechnet, dass es mit der Renovierung so schnell geht“, sagte die Küsterin von St. Barbara Helena Kryjak. „Selbst die Weihnachtsbäume für die Weihnachtsgottesdienste waren schon für die Herz-Jesu-Kirche in Beckinghausen bestellt.“

Gottesdienst zum ersten Advent: Applaus für die pünktlichen Kirchenrenovierer

Die Kirchenwände und die bunten Fenster kommen ganz neu zur Geltung. © Borys Sarad

Schon lange war die Pfarrkirche St. Barbara inklusive Mikrophonanlage für jeden sicht- und hörbar in die Jahre gekommen. „Vor rund zwei Jahren waren denn endlich auch die Pläne im Kirchenvorstand soweit gediehen, dass wir mit der Umsetzung zur Renovierung beginnen konnten“, erläuterte der stellvertretende Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Michael Knippschild.

Der Architekt setzt die Arbeit seines Großvaters fort

Als Architekt wurde Peter Tillmann aus Kamen gewonnen, dessen Großvater damals sogar mit dem Bau der Pfarrkirche betraut war und der somit auch noch alle Baupläne in der Schublade hatte.

Gottesdienst zum ersten Advent: Applaus für die pünktlichen Kirchenrenovierer

Michael Knippschild aus dem Kirchenvorstand berichtete über die Renovierungsarbeiten. © Borys Sarad

Von den Kirchenmauern bis zum Dach ist bei der Renovierung wieder alles auf Vordermann gebracht worden. So wurde selbst die große Orgel mit ihren 1498 Pfeifen und 30 Registern komplett auseinandergebaut und die Einzelteile dann nach Münster zum Orgelbauer Fleiter transportiert, wo wiederum dessen Großvater damals die Orgel konstruiert hatte.

Besonders auffallend, wie die Kirche und auch die Alltagskapelle wieder in frischen Farben erstrahlen, die bunten Kirchenfenster ebenso, wie das große Mosaik an der Wand hinter dem Altar. „Die Wände haben rund 2200, die Decke 400 Quadratmeter, die mit viel Farbe wieder aufgefrischt werden mussten“, so Knippschild. „Dazu wurde sogar ein riesiges Gerüst in der Kirche aufgestellt.“

Und auch im Außenbereich gab es reichlich viel zu tun. „Das Wasser, das vom Römerberg Richtung Kirche fließt, sorgt an den Außenmauern für Staunässe“, berichtete Knippschild. „Im Bereich der Alltagskapelle wurde daher alles bis unter das Fundament freigeschaufelt, um dort den Bitumenanstrich, die senkrechte Isolation und auch die Drainage zu erneuern.“

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„Einige Kleinigkeiten, wie neue Stühle für die Alltagskapelle oder die Polster für die Kirchenbänke, werden in den nächsten Wochen noch erledigt“, versprach Knippschild, dem dann Pastor Thorsten Neudenberger ganz besonders für seinen unermüdlichen Einsatz dankte. Keine Frage, dass die gesamte Pfarrgemeinde allen Beteiligten ihren Einsatz für die gelungene Kirchenrenovierung mit einem kräftigen Applaus honorierte.

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