Giftiges PCB im Grubenwasser: RAG muss in Bergkamen viele offene Fragen beantworten

dzUmweltausschuss

Erneut kommt ein RAG-Vertreter in den Umweltausschuss des Rates, um über PCB im Grubenwasser zu berichten. Dazu gibt es viele Fragen: Ob der RAG-Mann sie alle beantwortet, ist nicht sicher.

Bergkamen

, 21.09.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Joachim Löchte von der RAG war schon einmal im Umweltausschuss des Stadtrates zu Gast: Im vergangenen Oktober. Da hörten die Kommunalpolitiker allerdings einen eher nichtssagenden Vortrag zum Thema PCB im Grubenwasser.

Möglicherweise erfahren sie an diesem Montag mehr. Denn inzwischen gibt es einen schriftlichen Bericht der RAG über die Giftstoffe in dem Wasser, das in die Lippe fließt. Das Bergbau-Unternehmen hatte auf Haus Aden und in Ibbenbüren Testanlagen installiert, die das PCB herausfiltern sollten.

Das gelang allerdings nicht so gut wie erhofft: Die PCB-Belastung im Wasser sank nur um 30 Prozent. Warum das so ist, wird Löchte in seinem Auftritt im Ausschuss erklären müssen.

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Im Oktober hatte der RAG-Mann darauf verwiesen, dass sich erst einmal ein Expertengremium mit den Messergebnissen befassen müsse, bevor er nähere Angaben machen könne. Allerdings scheint die RAG inzwischen immer noch nicht viel schlauer zu sein. Denn trotz der Tests gibt es offenbar nach wie vor etliche Ungereimtheiten. Deshalb unterstützt die RAG eine Doktorarbeit an der TH Georg Agricola in Bochum, die herausfinden soll, welches Filterverfahren das effektivere ist.

Der Ausschuss für Umwelt, Bauen und Verkehr tagt am Montag, 21. September, ab 16 Uhr im „Treffpunkt“ an der Lessingstraße. Die Sitzung ist öffentlich.
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