Giftige Stoffe machen den Abriss der Heideschule schwierig

dzBaugebiet Berliner Straße

Die ehemalige Heideschule in Weddinghofen soll bald abgerissen werden. Viele Schadstoffe machen den Abriss jedoch nicht einfach. Ein Bereich des Baugebiets ist schon deutlich weiter.

Bergkamen

, 21.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eine Hauptschule gibt es schon seit Jahren nicht mehr in Bergkamen – und die Heide-Hauptschule war auch nicht die letzte in Bergkamen, die geschlossen worden ist. Entsprechend lange schon stehen die Gebäude der Schule an der Berliner Straße leer. Sie soll Platz machen für ein Wohngebiet, dass sich auf der anderen Straßenseite auf der Brachfläche fortsetzen soll.

Die Gebäude sollen wahrscheinlich noch im Laufe des März, spätestens aber im zweiten Quartal 2020 verschwinden, sagt Heinz-Günter Lang, der bei der Fakt AG für das Neubauprojekt zuständig ist. Das Unternehmen hat für das neue Wohngebiet eigens eine Tochter gegründet, die „Wohnpark Weddinghofen“.

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Abriss ist bereits an ein Unternehmen vergeben

Sobald die Schule verschwunden ist, soll der Bau der Häuser beginnen. Es sollen vor allem Eigenheime, aber auch Häuser mit barrierefreien Wohnungen entstehen. Bisher aber wird nur der neue Awo-Kindergarten an der Berliner Straße vorab gebaut. Vor wenigen Tagen war der erste Spatenstich.

Der Bau des Kindergartnes an der Berliner Sraße hat begonnen. Mittlerweile ist die Fläche für das Fundament ausgeschachtet. Die UKBS baut ihn für die Awo.

Der Bau des Kindergartens an der Berliner Straße hat begonnen. Mittlerweile ist die Fläche für das Fundament ausgeschachtet. Die UKBS baut ihn für die Awo. © Stefan Milk

Wie Lang mitteilte, ist der Auftrag für den Abriss der ehemaligen Schule bereits an ein Unternehmen vergeben. Bevor er beginnen kann, sind aber noch „technische Details“ zu klären, wie der Projektleiter sagt.

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Dabei geht es vor allem darum, wie die Stoffe entsorgt werden sollen, die in der Schule verbaut sind und heute als Schadstoffe gelten. „Die Baustoffe sind zum Teil hoch belastet“, sagt er. Unter anderen wurde damals aus Brandschutzgründen noch Asbest verbaut. Auch der Asphalt auf dem Schulhof muss gesondert entsorgt werden.

Sobald die Schule abgerissen ist, soll die Vermarktung der Grundstücke und der Bau der Häuser beginnen.

In dem Teil des Neubaugebiet am Parkfriedhof ist sind die Häuser schon im Bau. Sie sind wahrscheinlich im Sommer so weit fertig, dass die Straßen gemacht werden können.

In dem Teil des Neubaugebiets am Parkfriedhof sind die Häuser schon im Bau. Sie sind wahrscheinlich im Sommer so weit fertig, dass die Straßen gebaut werden können. © Stefan Milk

Häuser gegenüber vom Parkfriedhof schon im Bau

Am anderen Ende des Baugebiets, gegenüber vom Parkfriedhof, sind die Dinge schon wesentlich weiter gediehen. Diesen Bereich hat die Klaus Schirrmeister Planungs- und Wohnungsbau GmbH aus Unna. Nach Angaben von Inhaber Klaus Schirrmeister sind schon alle Baugrundstücke verkauft und auch schon alle Häuser im Bau.

Die Grundstücke waren nicht an einen Bauträger gebunden, sondern die Häuser konnten von den Käufern selbst mit einem Architekten geplant werden. Schirrmeister geht davon aus, dass er schon Mitte des Jahres die Straßen in diesem Bereich ausbauen kann. Das ist geplant, sobald keine schweren Baufahrzeuge mehr rollen.

Schirrmeister ist besonders stolz, dass es ihm gelungen ist, alle Baugrundstücke ans Glasfasernetz anzuschließen.

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