Gewerbegebiet an der A2-Auffahrt – es gibt schon Widerstand von Anwohnern

dzGewerbeplanung

An der Auffahrt zur A2 soll ein neues Gewerbegebiet entstehen. Der Stadtentwicklungsausschuss ist fast einstimmig dafür – aber es gibt schon Widerstand von Anwohnern.

Bergkamen, Kamen

, 12.02.2020, 15:23 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis auf die Grünen war sich der Stadtentwicklungsausschuss einig: Im Bereich der A2-Auffahrt in Weddinghofen sollen neue Gewerbeflächen entstehen. Die CDU hatte beantragt, der Stadtverwaltung den Auftrag zu erteilen, eine etwa 6,6 Hektar große Fläche zwischen der Autobahn, der Lünener Straße und der Straße „Am langen Kamp“ zur Gewerbefläche zu machen.

Stadt soll nach weiteren geeigneten Flächen an der A2 suchen

Nach der Beratung mit den anderen Fraktionen erweiterten die Christdemokraten ihren Antrag noch. Die Stadt soll sich in der Umgebung nach weiteren geeigneten Flächen umschauen, auch weil die Fläche eigentlich zu klein ist. Eigentlich darf die Stadt noch weitere etwa zehn Hektar als neue Gewerbefläche ausweisen.

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In Frage kommt nach Ansicht des Ausschusses ein ehemaliger Schrottplatz an der Lünener Straße auf der anderen Seite der Autobahn, schräg gegenüber vom Logistikpark A2. Der Ausschuss beschloss außerdem, dass die Stadtverwaltung Verhandlungen mit den Eigentümern der Fläche aufnehmen soll, die nicht der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (WFG) Kreis Unna gehören.

Die WFG ist Eigentümerin des größten Teils der Fläche. Ihr gehört der Bereich unmittelbar an der Autobahn.

Anwohnerin verlässt Sitzung Türen schlagend

Die Verhandlungen mit den restlichen Eigentümern dürften allerdings schwierig werden. Eine Anwohnerin protestierte nach dem Beschluss des Ausschusses lautstark und verließ Türen schlagend die Zuschauertribüne. Eine Verwandte erklärte, warum sie so erregt war. Der Hof, der am langen Kamp liegt, habe eine 250-jährige Geschichte erklärte sie. Den Bewohnern werde durch ein Gewerbegebiet das gewohnte Umfeld komplett genommen. „Das ist auch eine Frage das Umweltschutzes. Da werden landwirtschaftliche Flächen einfach zubetoniert“, sagte sie.

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Dezernent Marc Alexander Ulrich betonte, fass der Ausschuss mit seinem Beschluss noch keine Fakten geschaffen habe. „Wir haben durch den Beschluss lediglich die Legitimation zu fragen, ob Bereitschaft zum Verkauf besteht“, sagte er. Möglicherweise gebe es im Umfeld auch Flächen, die besser geeignet seien.

Der erste Versuch, auf der Fläche ein Gewerbegebiet einzurichten, war am Regionalverband Ruhr (RVR) gescheitert. Er hatte kritisiert, dass die Fläche nicht an den Siedlungsraum angebunden ist und dass es sich nach seiner Meinung um eine Überschwemmungsfläche handelt.

Die Mehrheit der Kommunalpolitiker hofft auf ein Umdenken. Sie hofft, dass der RVR neue Maßstäbe anlegt, seit der Planungsdezernent Martin Tönnes ausgeschieden ist.

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