Gesundheitszentrum PueD darf endlich in Bergkamen gebaut werden

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Das letzte Hindernis für den Bau des Gesundheitszentrums „PueD“ in Weddinghofen ist beiseite geräumt. Die ersten Maßnahmen sind jetzt bald geplant.

Bergkamen

, 23.01.2020, 15:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Erleichterung war Andreas Schmid, dem Pressesprecher der PueD GmbH fast anzuhören, als er die gute Nachricht verkündete: Die PueD GmbH hat endlich auch die letzte noch fehlende Genehmigung, um das schon seit einigen Jahren geplante Gesundheitszentrum auf Grimberg 3/4 zu bauen.

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Dabei handelt es sich um eine sogenannte „Waldumwandlungsgenehmigung“, die das Forstamt Gelsenkirchen jetzt erteilt hat. Auf der asphaltierten Fläche gleich im Eingangsbereich der ehemaligen Weddinghofer Fläche wachsen zwar schon lange keine Bäume mehr. Ein Teil ist jedoch im Kataster als „Wald“ verzeichnet und deshalb ist die Genehmigung zur Umwandlung erforderlich.

Ausgleich auf einer Fläche in Sendenhorst

Als Ausgleich muss das Unternehmen Wald aufforsten. Eine geeignete Fläche hat es weit weg von Bergkamen in Sendenhorst im Münsterland gefunden. Dieser Regelung hat das Forstamt jetzt zugestimmt.

Gesundheitszentrum

Medizinische Partner unter einem Dach

  • Die Abkürzung PueD steht für „Partner unter einem Dach“.
  • Sie wird bewusst wie „Pütt“ ausgesprochen, weil die Gesundheitszentren auf ehemaligen Industrieflächen, vor allem auf Bergbauflächen angesiedelt werden sollen.
  • Prototyp ist das PueD auf der Zeche Minister Stein in Dortmund, das es schon seit einigen Jahren gibt.

Bereits in den vergangenen Tagen war ein Bagger auf die Fläche aktiv. Der gehörte jedoch zum Kampfmittelräumdienst, der das Gelände vorsorglich auf Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Das Ergebnis steht noch aus. Wenn auch der Kampfmittelräumdienst Grünes Licht gibt, soll die Vorbereitung des Geländes beginnen.

Schmid rechnet damit, dass die PueD GmbH das Gelände im kommenden Monat roden lässt. Im Laufe der Jahre, in denen es brach lag, sind auf einem Teil Gestrüpp und kleinere Bäumchen gewachsen. Anschließend soll es zügig den ersten Spatenstich geben, versichert Schmid.

Im ersten Bauabschnitt soll die Kindertagesstätte entstehen, auf die das Bergkamener Jugendamt sehnsüchtig wartet. Sie soll helfen, die Lücke bei der Kinderbetreuung zu schließen. Dort sind auch eine Tagespflege und barrierefreie Wohnungen geplant.

PueD GmbH hofft auf große Nachfrage wenn der Bau begonnen hat

Möglicherweise gehen die Arbeiten am ersten Abschnitt fast übergangslos in den Bau des zweiten Bauabschnitts über. Dort will die PueD GmbH vor allem Gesundheitsdienstleistungen ansiedeln. Schmid bestätigte, dass sich dort auch Ärzte ansiedeln wollen, die Bergkamen ebenfalls dringend benötigt. Außerdem sollen sich dort andere Gesundheitsdienstleister und ein Café ansiedeln.

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Der Pressesprecher geht nach den Erfahrungen an anderen Standorten davon aus, dass sich schnell weitere Interessenten finden, wenn die Bauarbeiten erst einmal begonnen haben. Das sei auch in Hagen so gewesen, wo auf dem ehemaligen Gelände von Brandt-Zwieback ein Gesundheitszentrum entsteht.

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