Gesangslehrer Rudolf Helmes und seine Sänger erklimmen die Halde

dzOffenes Singen

Zum 50. Jubiläum bringt die Musikschule Musik auch an ungewöhnliche Plätze. Den höchst gelegenen Platz für sein offenes Singen hatte sich Rudolf Helmes ausgesucht: Die Halde.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 01.07.2019 / Lesedauer: 3 min

„Es war schon eine fixe Idee“, gibt Rudolf Helmes, seines Zeichens Gesangsdozent an der Bergkamener Musikschule und Leiter diverser Chöre im Umkreis, unumwunden zu. Am Ende lässt aber sich sagen, es war sogar eine richtig gute fixe Idee. In der Vorbereitung des diesjährigen 50. Jubiläums der Musikschule sollten sich alle Dozenten und Musiklehrer Gedanken machen, wie man dieses Ereignis denn wohl passenderweise würdigen könnte. Fünfzig Ereignisse sollten für die fünfzig Jahre dem Publikum möglichst auch zum Mitmachen präsentiert werden, waren sich dann alle einig. Keine Frage, dass Rudolf Helmes für seine Idee des „Offenen Singens“ reichlich Zuspruch bekam.

Liederzettel mit 18 Seiten Volksliedern

Erste Zweifel kamen aber auf, als Helmes dann auch noch einen dieser Orte nannte, wo das offene Singen stattfinden sollte: nämlich auf der Adener Höhe, rund einundachtzig Meter über der Talsohle Bergkamens. Schnell merkte Helmes, dass doch vieles im Vorfeld geregelt werden muss, über diverse Erlaubnisse bis hin zum Fahrdienst. Dann aber war alles in trockenen Tüchern, selbst die Liederzettel mit 18 Seiten Volksliedern waren gedruckt. Doch als Rudolf Helmes oben auf dem Haldengipfel die Steckdose für das Keyboard suchte, wurde ihm schnell klar: Der Schlüssel für die Lichtsteele ist offensichtlich nicht im Musikschulbüro angekommen.

Gesangslehrer Rudolf Helmes und seine Sänger erklimmen die Halde

Rudolf Helmes und sein Halden-Chor ließen sich auch nicht von der Hitze beeinträchtigen. © Klaus-Dieter Hoffmann


Gesang ohne Keyboard-Begleitung

Inzwischen hatte der tüchtige Fahrdienst von „DasDies“ ganze Arbeit geleistet und trotz der sommerlichen Hitze so einige Gesangs-Enthusiasten auf die Halde transportiert. Dass jetzt statt zum Keyboard á capella gesungen werden musste, war allerdings für alle kein Problem. Im Gegenteil. Schnell kam richtig gute Laune auf. Wie sich herausstellte, war sogar ein Geburtstagskind unter den Teilnehmern. Und so wurde natürlich erst einmal ein Geburtstagsständchen gesungen. Natürlich als dreistimmiger Kanon.

Gesang in 146 Meter Höhe

Und auch bei der Liederauswahl hat Helmes offensichtlich voll ins Schwarze getroffen. Bei Liedern, wie „Glück auf, Glück auf“ oder „In einem Polenstädtchen“, zeigten die Sängerinnen und Sänger, dass ihnen auch in 146 Metern Höhe nicht die Puste ausgeht. Wer am Sonntag nicht teilnehmen konnte, muss sich nicht grämen, denn am Dienstag, 2. Juli, um 15 Uhr gibt es auf dem Platz der Partnerstädte in Bergkamen-Mitte ein weiteres „Offenes Singen“ für alle Gesangs-Begeisterten.

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