Gesamtschule lockt mit Knalleffekten: Kleine Forscher an einem Tag ganz groß

dzWilly-Brandt-Gesamtschule

Knalleffekte an der Gesamtschule nicht nur in der Chemie-Klasse. Beim Tag der offenen Tür zünden auch die Präsentationen der anderen Fächer. Die Talentschule zeigt, was sie für Talente hat.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 18.01.2020, 18:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit-Schauen und Mit-Machen waren angesagt, als am Samstagmorgen die Willy-Brandt-Gesamtschule wieder zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte, wo sich die Viertklässler, die nach den Sommerferien auf eine weiterführende Schule wechseln wollen, mit ihren Eltern über das umfangreiche Unterrichtsangebot insbesondere in den Jahrgangsstufen fünf bis sieben informieren konnten.

Schwerpunkte waren dabei auch wieder die Stichworte „Sport“ und „MINT“. „Sport“, weil die Willy-Brandt-Gesamtschule seit dem Schuljahr 2018/19 auch wieder eine Sportklasse eingerichtet hat, wo sich das Programm an dem Landeskonzept „Talentförderung in NRW“ orientiert.

Gesamtschule lockt mit Knalleffekten: Kleine Forscher an einem Tag ganz groß

Beim Schulsanitätsdienst konnten die Besucher mit Unterstützung von Rettungsdienst-Profis verschiedene Erste-Hilfe-Maßnahmen ausprobieren, hier die Reanimation. © Marcel Drawe

Eine Talentschule aufgrund besonderer Leistungen und Erfolge

„MINT“, weil seit dem Schuljahr 2013/2014 die Willy-Brandt-Gesamtschule, die inzwischen sogar zur „Talentschule“ avanciert ist, aufgrund ihrer besonderen Leistungen und Erfolge im naturwissenschaftlichen Bereich als MINT-Schule zertifiziert wurde. „MINT“ steht dabei für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik.

Aus dem Grund wurde mit dem Schuljahr 2018/2019 sogar eine Forscherklasse eingerichtet, in der naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen, wie Experimentieren, Beobachten, Messen, Erkunden und Protokollieren im Fokus stehen. Interessierte Schüler können auf eigenen Wunsch das AG-Angebot der „Kleinen Forscher“ wahrnehmen, wo intensiv der Stoff aus den naturwissenschaftlichen Fächern für die spätere Forscherklasse gelehrt wird.

Gesamtschule lockt mit Knalleffekten: Kleine Forscher an einem Tag ganz groß

Erschöpfende Auskünfte über das Papier-Schöpfen, das selbst ausprobiert werden konnte. In der naturwissenschaftlichen Abteilung gab es handfeste Arbeit. © Marcel Drawe

Besondere Förderung für die Forscherklassen-Schüler

Das ist notwendig, so der stellvertretende Schulleiter Dirk Rentmeister, weil die spätere „Forscherklasse“ nicht nur mit externen Partnern, wie Bayer, Lanxess und dem NABU kooperiert, sondern die Forscherklassen-Schüler auch in den Genuss diverser Förderungen kommen, wie besondere Klassenfahrten und Lernen in moderner zeitgemäßer Lernumgebung, wie Tablets.

Einen entsprechenden Einblick in die entsprechenden MINT-Fächer konnten die Besucher in der Robotik-AG gewinnen, wo ein 3D-Drucker die Teile für die „Solarwerkstatt“ herstellt, die wiederum kleine solarbetriebene Modellautos daraus anfertigt. In der Chemie-Klasse konnten die interessierten Viertklässler Flüssigkeiten analysieren und mit dem Verfahren der „Chromatographie“ feststellen, ob möglicherweise ein Dokument gefälscht ist.

Neues aus der Rubrik „Knallen und Zischen“

Unter der Rubrik „Knallen und Zischen“ wurde in einem Experiment bewiesen, dass selbst Metalle brennbar sind, wie beispielsweise Magnesium, das mit einem gleißenden Licht die Nacht zum Tag macht.

Wer eher handwerklich begabt ist, der konnte sich daran probieren, selbst Papier zu schöpfen oder in einem „Römerprojekt“ filigrane Mosaike auf kleinen Schatztruhen anzufertigen.

Beim „Schulsanitätsdienst“ erfuhren die Besucher, dass die Schulsanitäter der WBGE im Rahmen eines „Erasmus“-Projektes ein „1. Hilfe-Programm“ an einer türkischen Schule eingerichtet haben. Gleich vor der Bergkamener Schultür stand sogar ein RTW des Bergkamener Roten Kreuzes, den sich die Besucher in allen Details erklären lassen konnten.

In die Flora und Fauna rund um Bergkamen entführte hingegen das Projekt der „Waldschule“, die ihre „Außenstelle“ auf dem Hof Middendorf hat, wo der inzwischen pensionierte Lehrer Reinhard Middendorf sich immer freut, wenn er den interessierten Schülerinnen und Schülern der WBGE direkt am Feld erklären kann, welche Getreidesorten es hier so alles gibt.

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