Gesamtschüler helfen Kindern der benachbarten Grundschule

Projekt für Kinder

Von dem überregionalen Projekt „Balu und Du“ hat sich der „Runde Tisch“ verabschiedet. Er hat dennoch eine Möglichkeit gefunden, wie sich Oberstufenschüler für Jüngere engagieren können.

15.07.2019, 17:52 Uhr / Lesedauer: 2 min
Gesamtschüler helfen Kindern der benachbarten Grundschule

Der „Runde Tisch“ will ein Projekt fortsetzen, bei dem Oberstufenschüler aus der Gesamtschule Grundschülern aus der benachbarten Gerhart-Hauptmann-Schule unterstützen. © picture alliance / dpa

Der „Runde Tisch – Kinder im Zentrum“ will sich nicht an dem Mentoren-Programm „Balu und Du“ beteiligen. Stattdessen setzt er auf ein Projekt, mit dem es in Bergkamen bereits Erfahrung gibt. Nach den Sommerferien sollen Pädagogikschüler aus der Willy-Brandt-Gesamtschule sich um Kinder aus der benachbarten Gerhart-Hauptmann-Grundschule kümmern. Eine ähnliche Initiative hatte es bereits im abgelaufenen Schuljahr gegeben, die nun wiederholt werden soll. Darauf hat sich der „Runde Tisch“ bei seinem jüngsten Treffen verständigt, wie Margarete Hackmann vom Verein Familiäre Tagespflege berichtet. Der Tagesmütterverein gehört zu den Gruppen und Initiativen, die sich zum Runden Tisch zusammengeschlossen haben, um etwas für Kinder in Bergkamen zu tun.

Gesamtschüler helfen Kindern der benachbarten Grundschule

Die räumliche Nähe erleichtert das Projekt: Die Gerhart-Hauptmann-Schule liegt am Friedrichsberg, direkt neben der Gesamtschule. © Stefan Milk


Teilnahme an „Balu und Du“ ist mit viel Aufwand verbunden

So rief er zum Beispiel die Projekte Familienpaten und Zeitpaten ins Leben. Zuletzt hatte sich die Initiative für das überregionale Programm „Balu und Du“ interessiert. Bei dem engagieren sich Oberstufenschüler für Grundschüler. Im März hatte der Vorstandsvorsitzende des Kölner Vereins, Dr. Dominik Esch, dem „Runden Tisch“ das Projekt vorgestellt. Nach Angaben von Hackmann funktioniert das Vorhaben der Gesamtschule ähnlich wie „Balu und Du“, ist allerdings nicht mit so großen Aufwand verbunden. „Wer bei ,Balu und Du‘ mitmachen will, muss sich für mindestens ein Jahr festlegen“, sagte sie. Das sei aber nach Angaben der Gesamtschullehrerin Julia Koerdt für die Schüler schwer zu leisten, weil sie sich in der zweiten Schuljahreshälfte auf ihr Abitur vorbereiten müssten.

Projekt läuft ein halbes Jahr

Das Gesamtschul-Projekt soll deshalb nach Hackmanns Angaben nur ein halbes Jahr laufen. Außerdem erwarte der Verein „Balu und Du“ eine umfangreiche Dokumentation, die ebenfalls viel Aufwand verursachen würde, sagte Hackmann. Das alles spreche dafür, sich auf das bestehende Projekt zu konzentrieren. Das führt allerdings dazu, dass sich die Mentoren aus der Gesamtschule ausschließlich um die Kinder aus der Gerhart-Hauptmann-Schule kümmern.

Schulen sind benachbart

Das Projekt war auch wegen der räumlichen Nähe der beiden Schulen zustande gekommen. Außerdem besuchen relativ viele Kinder aus Flüchtlingsfamilien die Gerhart-Hauptmann-Schule. Die Gesamtschüler halfen ihnen nicht nur beim Deutschlernen, sondern verbrachten auch Freizeit mit ihnen. So engagierten sie sich als Zeitpaten, was bestens in das Konzept des Runden Tisches passt.

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