Gemeinde eröffnet Taschengeldbörse: Jung hilft Alt

dzKontakt der Generationen

Die evangelische Martin-Luther-Gemeinde hat ihre Taschengeldbörse eröffnet: Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren, die gern anderen helfen und sich dazu noch ein Taschengeld verdienen möchten, bieten Älteren ihre Hilfe an.

Bergkamen

, 04.10.2018, 15:19 Uhr / Lesedauer: 1 min

Rasen mähen, Äpfel pflücken, Fenster putzen oder einkaufen gehen: Gesucht sind einfache Jobs, die ältere Menschen nicht mehr machen möchten oder können und die die Jugendlichen relativ gefahrlos übernehmen können.

Die Taschengeldbörse soll Brücken schaffen: „Ziel ist neben aller Hilfe für beide Seiten auch der Kontakt, der so zwischen den Generationen entstehen kann“, hofft Pfarrerin Petra Buschmann-Simons. Kurz: Es geht um die Begegnung und den Austausch zwischen Jung und Alt.

Noch steckt die Taschengeldbörse oder aber auch das „Schwarze Brett“ in den Kinderschuhen. Vor wenigen Wochen erst hat die Gemeinde das Projekt ins Leben gerufen und am Schwarzen Brett herrscht Funkstille.

Jugendliche, die Zeit haben und sich engagieren möchten, um ältere Menschen in der Gemeinde zu unterstützen, können sich im evangelischen Kinder- und Jugendzentrum John in Oberaden anmelden. Es gibt allerdings auch bestimmte Voraussetzungen: Diejenigen, die ihre Dienste zum Laub fegen oder Mitanpacken im Haushalt anbieten, sollten freundlich und zuverlässig sein.

Ältere Menschen, die gerne die Hilfe der Jugendlichen in Anspruch nehmen möchten, können dies unter Tel. (02306) 984931 im Jugendbüro anmelden. Die Mitarbeiter vermitteln dann weiter und stellen den Kontakt her. Nicht, ohne zuvor zu prüfen, ob es jemanden für das aktuelle Hilfsangebot gibt und die Betreffenden auch zueinander passen. Bei allen Tätigkeiten muss es sich um einfache, ungefährliche und unregelmäßige Arbeiten handeln. „Konkretes aushandeln müssen die Parteien nach dem ersten Kennenlernen dann allerdings selbst“, betont Buschmann-Simons.

Die rechtliche Beziehung der Servicebrücke zwischen Jung und Alt besteht ausschließlich zwischen den Jobanbietern und den Jugendlichen. Allerdings gibt die evangelische Kirchengemeinde eine Empfehlung zur Höhe des Taschengeldes: Das sollte jeweils zwischen zwischen fünf und zehn Euro liegen.

„Wir hoffen, auf diese Weise beide Generationen unserer Gemeinde miteinander ins Gespräch zu bringen“, sagt Pfarrerin Buschmann-Simons. „Manchmal ist vielleicht nur das Miteinander reden das Wichtigste.“

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