Gelsenwasser verzicht auf längere halbseitige Sperrung der Lippebrücke.

dzBauarbeiten auf der Werner Straße

Gelsenwasser will zwar in Kürze damit beginnen, seine Baustelle an der Lippebrücke zwischen Bergkamen und Werne einrichten. Die Autofahrer kommen aber wohl um größere Behinderungen herum.

Bergkamen

, 05.12.2018, 13:19 Uhr / Lesedauer: 2 min

Jedenfalls ist Ulrich Moors aus der Unnaer Niederlassung des Wasserversorgers optimistisch, dass er auf die angekündigte halbseitige Sperrung der Brücke größtenteils verzichten kann. Das sei nach dem derzeitigen Stand der Dinge nur an einem Wochenende nötig, sagte Moors auf Anfrage. Somit wird Gelsenwasser aller Voraussicht nach zu Zeiten des Berufs- und Alltagsverkehrs keine Baustellenampeln vor der viel befahrenen Brücke aufstellen müssen.

Bekanntlich plant der Landesbetrieb Straßen.NRW, die Lippebrücke abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Bevor diese Arbeiten im nächsten Sommer beginnen können, müssen Gelsenwasser und die Telekom ihre Leitungen verlegen. Sie wollen die Ersatzleitungen an der Eisenbahnbrücke installieren, die parallel zu der Bundesstraße die Lippe überquert und als Rad- und Fußgängerweg dient.

Baugruben für Fundamente

Zu diesem Zweck müssen die Bauarbeiter auf beiden Seiten der Straße Baugruben ausheben und Betonfundamente gießen. Diese sind nach Moors Angaben notwendig, um beim Umschluss den Wasserdruck abzufangen, der auf den Leitungen liegt. Moors rechnet damit, dass die Einrichtung der Baustelle in der kommenden Woche beginnt. Die Bauarbeiten werden sich am Rand der Fahrbahn abspielen, kündigte er an: „Deshalb werden sie den Verkehr kaum beeinträchtigen.“ Lediglich auf der Werner Seite der Brücke müsse die Verkehrsführung verändert werden. Das solle aber ohne Sperrungen und ohne Ampel vonstatten gehen, sagte Moors.

Nach Möglichkeit sollen die Bauarbeiter die Fundamente noch in diesem Jahr gießen. „Wir wollen dann die ruhigen Tage um den Jahreswechsel herum nutzen, um sie trocknen zu lassen“, kündigte Moors an. Das funktioniere aber nur, wenn auch das Wetter mitspielt.

Im neuen Jahr steht dann der schwierigste Teil der Arbeiten an: „Wir müssen einmal mit einer Leitung die Straße queren“, sagte Moors. Dafür sei dann die halbseitige Sperrung notwendig, die sich jedoch auf den Samstag und Sonntag beschränken, versprach Moors. „Wenn wir an einem Wochenende nicht fertig werden, würden wir die Arbeiten erst am darauf folgendenen fortsetzen.“

Wie groß die Behinderungen im Alltagsverkehr sein können, hatte Gelsenwasser bereits im November gemerkt. Da musste der Versorger die Kamener Straße in Werne unmittelbar hinter der Brücke halbseitig sperren, um einen Schaden in der Wasserleitung zu reparieren. Das hatte zu massiven Staus geführt.

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