Geld für die Technik im Museum und in der Jugendkunstschule

Förderung aus Landprogramm

Allzu lange brauchte der Kulturausschuss nicht, um der Stadt eine zusätzliche Ausgabe in Höhe von rund 110.000 Euro zu empfehlen. Das Geld kommt zum größten Teil auch gar nicht aus der Rathaus-Kasse.

Bergkamen

, 29.11.2018, 14:22 Uhr / Lesedauer: 1 min
Geld für die Technik im Museum und in der Jugendkunstschule

Gereon Kleinhubbert will die Fördermittel vom Land verwenden, um die Digitalisierung der Jugendkunstschule voranzutreiben. © Stefan Milk

Sondern vom Land. Das hat immerhin vier von acht Anträgen des Kulturreferates auf Fördermittel bewilligt. Das Besondere daran: Es geht nicht um Zuschüsse für einmalige Projekte oder Anlagen, sondern für Investitionen, die dauerhaft das Vermögen der Stadt mehren. Sie darf dafür Techniken und Ausrüstungsgegenstände für das Stadtmuseum und die Jugendkunstschule anschaffen. Allerdings müssen sich Museumschef Mark Schrader und sein Kollege Gereon Kleinhubbert der Jugendkunstschule beeilen: Das Geld muss bis zum Jahresende ausgegeben werden. Das sei ambitioniert, aber zu schaffen, meinten die beiden in der Ausschuss-Sitzung.

Zumal schon klar ist, wofür sie das Geld verwenden werden. Schrader will unter anderem neue LED-Leuchten anschaffen, die die völlig veraltete Beleuchtung im Museum und in der städtischen Galerie „sohle 1“ ersetzen soll. Zudem will er die stadtgeschichtliche Dauerausstellung mit Hör-, Fühl- und Mitmachstationen ausstatten, die sie auch für Menschen mit entsprechenden Einschränkungen erfahrbar machen. Zudem will er schon einmal die Technik für den noch zu bauenden neuen Multifunktionsraum des Museums anschaffen. Kleinhubbert verwendet den Geldsegen vor allem, um die Digitalisierung der Jugendkunstschule voranzutreiben. Das reiche vom WLAN im Pestalozzihaus bis hin zu neuen Geräten und Programmen für die Nutzung digitaler Medien, erläuterte er.

Das Kulturreferat erhält insgesamt knapp 80.000 Euro aus dem Programm für kulturelle Infrastruktur, das das Land im September sehr kurzfristig aus dem Fördertopf des Kultur- und Wirtschaftsministeriums aufgelegt hatte. Es sieht eine 80-prozentige Förderung vor, sodass die Stadt einen Eigenanteil von rund 22.000 Euro beisteuern muss. Der Rat muss die Ausgaben in seiner Sitzung am 13. Dezember beschließen – nach der einstimmigen Empfehlung des Kulturausschusses dürfte das nur noch eine Formsache sein. Zumal Bergkamen bei dem Landesprogramm ziemlich gut abschneidet, wie Kulturreferentin Simone Schmidt-Apel betonte: „Insgesamt wurden 1100 Anträge gestellt, davon 270 bewilligt.“ Mit einer Erfolgsquote von 50 Prozent liege Bergkamen damit deutlich über dem Schnitt.

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