Geblitzt ohne Führerschein – jetzt muss 31-jähriger Paketbote in Haft

Gericht

Gleich zwei Mal ist ein 31-jähriger Paketbote ohne Fahrerlaubnis durch Bergkamen gefahren. Beide Male wurde er geblitzt. Das kam ihn jetzt teuer zu stehen.

von Jana Peuckert

Bergkamen

, 22.05.2020, 11:41 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pech für einen 31-Jährigen: Er wurde in Bergkamen zwei Mal geblitzt, obwohl er keine Fahrerlaubnis hatte. Das Gericht verhängte eine empfindliche Strafe. (Symbolbild)

Pech für einen 31-Jährigen: Er wurde in Bergkamen zwei Mal geblitzt, obwohl er keine Fahrerlaubnis hatte. Das Gericht verhängte eine empfindliche Strafe. (Symbolbild) © picture alliance/dpa

Als ein 31 Jahre alter Paketbote am 5. September 2017 mit einem Pkw in Bergkamen unterwegs war, wurde er in einer Geschwindigkeitskontrolle geblitzt. An sich ist das allein noch kein großes Drama. Die böse Überraschung kam einige Tage später per Post vom Straßenverkehrsamt.

Die Polizei hatte natürlich die Daten abgeglichen und dabei festgestellt, dass er keine Fahrerlaubnis hatte. Er bekam nicht nur ein Knöllchen wegen des Tempoverstoßes. In der Post war auch eine Anzeige wegen Fahrens ohne Führerschein.

Dass er nicht fahren durfte, will der Angeklagte nicht gewusst haben

Dass er zu diesem Zeitpunkt keine Fahrerlaubnis hatte, habe er nicht gewusst, erklärte der Dortmunder jetzt vor Gericht. Er sei völlig überrascht gewesen, als er Post von der Polizei mit der Anzeige bekommen habe. Erst durch einen Anruf bei der Straßenverkehrsbehörde habe er erfahren, dass er zu dem Zeitpunkt keinen Führerschein hatte.

Der Richter hielt ihm jedoch die vor, die eindeutig belegte, dass die Mitteilung über den Verlust der Fahrerlaubnis im Briefkasten des Angeklagten gelandet war. Der Kasten sei seiner ganzen Familie zugänglich, sagte der jedoch aus. Da komme auch schon mal etwas weg, erklärte der 31-Jährige.

Den zweiten Vorfall, um den es in der Gerichtsverhandlung ging, räumte der Angeklagte sofort ein. Am 16. Mai 2018 war er mit dem Wagen eines Paketzustelldienstes erwischt worden, als er schon wieder zu schnell unterwegs war und in eine Radarfalle tappte.

Dem Arbeitgeber verschwiegen, dass er keinen Führerschein hatte

An den Job war der Mann mutmaßlich gekommen, indem er seinem Arbeitgeber verschwieg, dass er keine Fahrerlaubnis hatte.

Der Dortmunder ist auch schon einschlägig vorbestraft: In der Vergangenheit war der 31-Jährige schon einmal wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis verurteilt worden.

Das ist außerdem nicht das einzige Delikt, das ihn schon einmal vor Gericht brachte. Er kassierte außerdem bei einer früheren Verhandlung bereits zehn Monate auf Bewährung wegen sechsfachen Diebstahls.

Auch aufgrund dieser Vorstrafen sah der Richter beim Amtsgericht in Kamen diesmal keinen Raum mehr für eine weitere Bewährungsstrafe. Er verurteilte den 31-Jährigen zu einer Haftstrafe, die er diesmal auf jeden Fall antreten muss. Legt der Angeklagte keine Rechtsmittel gegen die Entscheidung des Gerichts ein, muss er für vier Monate ins Gefängnis.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Prozess in Dortmund
Vergewaltigung in Oberaden: Akzeptiert der Angeklagte Schmerzensgeld-Forderung des Opfers?
Hellweger Anzeiger Geplante Laufveranstaltung
Staffelmarathon erlebt seine Premiere frühestens im nächsten Jahr