Gasalarm in Oberaden: Feuerwehr gibt nach gut einer Stunde Entwarnung

dzIn der Schlenke

Die Feuerwehr rückte zur Straße „In der Schlenke“ in Oberaden aus, weil Anwohner Gasgeruch in Häusern und draußen wahrnahmen. Messungen ergaben: Das Gas war weder giftig noch explosiv.

Bergkamen

, 10.06.2020, 14:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Feuerwehr rückte am Mittwochmittag gegen 13.20 Uhr zu einem Gasalarm in die Straße In der Schlenke in Oberaden aus. Anwohner hatten in ihren Häusern und auf der Straße Gasgeruch wahrgenommen. Und tatsächlich stank es immer mal wieder heftig nach faulen Eiern.

Mitarbeiter der GSW rückten ebenso an wie die Feuerwehr, um der Ursache auf den Grund zu gehen.

Mitarbeiter der Stadtwerke GSW rückten ebenso an wie die Feuerwehr, um der Ursache auf den Grund zu gehen. © Tatenhorst

Feuerwehr, GSW und SEB im Einsatz

Mehr als eine Stunde lang begaben sich die Feuerwehrleute auf die Suche nach der Ursache des Gestanks und riefen auch die Gemeinschaftsstadtwerke (GSW) und den Stadtbetrieb Entwässerung (SEB) hinzu. Letztlich konnte die Ursache aber nicht gefunden werden.

Offizielle Entwarnung gab die Feuerwehr nach einer guten Stunde aber dennoch: Die Messungen aller beteiligten Stellen hatten ergeben, dass es weder giftige noch explosive Gase waren, die den üblen Geruch verströmten. „Wir vermuten, dass es Fäulnisgase aus der Kanalisation sind, die den Gestank verursachen“, erklärte Jens Möllmann, Leiter der Einheit Oberaden.

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Der Gestank war weder giftig noch explosiv

Denn er waberte tatsächlich immer mal wieder durch die Straße und ließ Passanten die Nase rümpfen. Der Stadtbetrieb Entwässerung hat daher zugesichert, den Kanal zu überprüfen und auf die Suche nach der Ursache für den Gestank zu gehen. Wie schnell dies in der Feiertagswoche passieren kann, ist noch unklar.

Der Kanal in der Straße „In der Schlenke“ wurde mit Messgeräten untersucht.

Der Kanal in der Straße „In der Schlenke“ wurde mit Messgeräten untersucht. © Tatenhorst

Die Vermutung, dass der Geruch aus dem Kanal kommen könnte, hatte die Feuerwehr schon relativ schnell geäußert. Sämtliche Anwohner, die den Gestank wahrnahmen und meldeten, hatten einen Gully in ihrem Keller, aus dem der Geruch zu kommen schien.

Straße gesperrt

Sicherheitshalber ging die Feuerwehr aber dennoch von einem Gasleck aus und sperrte die Straße „In der Schlenke“ zwischen der Einmündung zum Heideweg und den Hellweg-Werkstätten für den Verkehr. Sowohl in den Kellern als auch in der Kanalisation selbst wurden Messungen durchgeführt, doch die Gase waren weder giftig noch explosiv. Das sorgte auf allen Seiten für große Erleichterung.

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Evakuierung nicht nötig

„Andernfalls hätten wir das gesamte Umfeld evakuieren und auf die Suche nach dem Leck gehen müssen“, erklärte Dirk Kemke, Leiter der Bergkamener Feuerwehr. Und dann wäre der Einsatz garantiert nicht nach einer guten Stunde beendet gewesen. Daher nahm die Feuerwehr gerne in Kauf, vielleicht einmal zuviel zu einem Einsatz gerufen worden zu sein.

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