Gästeführung auf 141 Meter Höhe

dzHalden-Führung

Wer etwas über die Halde wissen möchte, kann sich an die Gästeführerin Marie-Luise-Kilinski wenden. Die führte am Wochenende Geschichtsinteressierte auf den höchsten Punkt Bergkamens.

von Maike Päsler

Bergkamen

, 21.10.2018, 12:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bei schönstem und sonnigem Herbstwetter startete am Samstagmorgen die Haldenführung über die Bergehalde „Großes Holz“. Auf dem Weg bis zur mit 141 Metern über Normalnull höchsten Stelle, der Adener Höhe, berichtete die Gästeführerin Marie-Luise Kilinski einiges über die Geschichte des Bergbaus und der Stadt Bergkamen und auch über die Natur. „Ich bin in Rünthe aufgewachsen und bin schon Stadtführerin in Werne. Da wollte ich auch mal etwas über Bergkamen wissen“, sagt Kilinski. Durch ihre Schulung beim Stadtarchivar weiß sie eine ganze Menge über Bergkamens Geschichte und leitet ehrenamtlich Führungen über die Halde. So beginnt die Führung mit einem kleinen Exkurs darüber, wie das Stadtwappen aus der älteren Geschichte Bergkamens durch die Zugehörigkeit zur Grafschaft Mark und auch durch die jüngere Geschichte der Bergbau- und Industriekultur entstanden ist.

Nordic Walking in der Natur

Das Interesse an der Bergkamener Geschichte ist für viele der Teilnehmer einer der Hauptgründe, bei der Haldenführung mitzugehen. „Ich könnte mir kaum die Geschichte zusammenreimen“, sagt Eva Berger, die die Haldenführung nicht nur zum Anlass nimmt, mehr über die Lokalhistorie zu lernen, sondern auch mit ihren Nordic-Walking-Stöcken in der Natur unterwegs zu sein. Und auch Erna Schmidt, die schon zum zweiten Mal an der Führung teilnimmt, möchte sich über Art und Zweck der Entstehung der Halde informieren. Bei den fachkundigen Erklärungen der Gästeführerin kommt das Gespräch mit den Mitwanderern nicht zu kurz. Bei lockeren Unterhaltungen über die umliegende Natur wandert es sich gleich besser die Bergehalde hoch. Denn die Halde ist zwar sehr idyllisch und geschichtsreich, aber gar nicht so leicht zu besteigen, wie man am Anfang erwarten könnte. Am Ende gibt es für die Wanderer die Belohnung auf der Adener Höhe. Ein klarer Ausblick in alle Himmelsrichtungen bietet den Teilnehmern der Führung Eindrücke von Natur und Industriekultur. Obwohl diese Haldenführung vermutlich die letzte in diesem Jahr war, wird der Gästeführering auch 2019 wieder solche Touren anbieten.

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