Fußverkehrscheck: Jetzt beginnt die „heiße, interessante Phase“

dzVerkehr

Schon bevor die Auswertung des Fußverkehrs-Checks vorliegt, plant die Stadt einige Maßnahmen. Bergkamen soll so schnell wie möglich fußgängerfreundlicher werden

Bergkamen

, 06.02.2020, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Zwei Gruppen waren im Herbst vergangenen Jahres zu Fuß in Rünthe und Oberaden unterwegs. Die Bürger, Politiker und Mitarbeiter der Verwaltung nahmen die Gegebenheiten genau unter die Lupe und fragten sich dabei: Wo kommen Fußgänger gut zurecht, wo hakt es?

Die Begehungen waren Teil des Fußverkehrs-Check, für den Bergkamen als eine von zehn Kommunen eine Förderung erhalten hatte. Das Projekt beinhaltete eine Vorbesprechung, die zwei Begehungen in Rünthe und Oberaden sowie einen Abschlussworkshop. Als nächstes ist sind Politik und Verwaltung am Zuge. Hier wird entschieden, wann was umgesetzt wird.

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Als Grundlage soll ihnen ein Maßnahmenpaket des Dortmunder Planungsbüros „Planersocietät“ dienen. Die Unterlagen werde die Stadt Mitte des Monats erhalten, sagt der Umweltbeauftragter Norman Raupach. Offiziell habe das Büro bis Ende März Zeit. „Aber sind schon in den letzten Zügen“, so Raupach.

Mitte Februar beginnt die Stadt mit den Planungen für die Fußgänger

Sobald die Dokumente vorlegen, soll alles ganz schnell gehen. „Wir werten den Bericht für uns aus, gehen dann an die Politik und schauen, wie schnell, in welchem Ausmaß und in welcher Reihenfolge wir das abarbeiten“, so Raupach. Jetzt beginne die „heiße, interessante Phase“.

Fußverkehrscheck: Jetzt beginnt die „heiße, interessante Phase“

Die Mitarbeiterinnen des des Dortmunder Planungsbüros „Planersocietät“ führten die Gruppen an. © Claudia Pott

Wer jetzt aber denkt, dass erst einmal viel diskutiert wird, bis endlich Schilder in den Boden gesetzt oder neue Zebrastreifen aufgebracht werden, liegt falsch.

Laut Raupach hat die Verwaltung schon ein, zwei Sachen im Blick, an denen schon intern gearbeitet wird. „Wir haben bei den Begehungen selbst viel mitnehmen können, wo wir auch schon mit der Planung begonnen haben. Das soll relativ schnell kommen.“

Einige Maßnahmen sollen sofort umgesetzt werden, andere benötigen Zeit

Auch Baudezernent Dr. Hans-Joachim Peters hatte schon angekündigt, einige Maßnahmen sofort umzusetzen – beispielsweise Verkehrsschilder. Für den Bau von Verkehrsinseln, mit Zebrastreifen oder der Umbau von Gehwegen müssten erst Haushaltsmittel bereitgestellt werden.

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Was genau die Stadt plant und worüber die Politik entscheiden soll, dass will er Ende des Monats bekannt geben, kündigt Raupach an.

Die zahlreichen Beschwerden und Wünsche der Bürger waren jedenfalls vielfältig. Schon beim Auftaktworkshop wurde deutlich, dass für Fußgänger einiges getan werden kann. Und das nicht nur in Oberaden und in Rünthe. Die Anregungen will die Verwaltung deshalb auf die anderen Stadtteile übertragen. Denn auch in Heil, Overberge, Weddinghofen und Mitte wird es sicherlich die ein oder andere Problemstelle geben.

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