Fußgängerfreundliche Stadt: Konkrete Vorschläge liegen vor, zwei werden schon umgesetzt

dzFußverkehrs-Check

Bergkamen soll fußgängerfreundlicher werden. Deshalb hat die Stadt einen Fußverkehrs-Check durchführen lassen. Die Ergebnisse daraus liegen nun vor. Zwei Maßnahmen sind schon in Arbeit.

Bergkamen

, 16.03.2020, 15:22 Uhr / Lesedauer: 2 min

Hier eine abgenutzte Verkehrsinsel, da ein Zebrastreifen an ungünstiger Stelle und dort ein Überweg mitten in einer Kurve – es gibt so einige Dinge, auf die die Bergkamener gemeinsam mit der Stadt und dem Planungsbüro „Planersocietät“ beim Fußverkehrs-Check gestoßen sind. Beim Fußverkehrscheck hat das Planungsbüro Oberaden und Rünthe unter die Lupe genommen – unter anderem bei Ortsbegehungen, an denen die Bürger teilnehmen durften.

Die dürften sich nun fragen, was eigentlich aus den vielen Anregungen und Wünschen, die sie geäußert haben, geworden ist. Die Antwort auf die Frage gibt es am Montag, 23. März, in der öffentlichen Sitzung des Ausschusses für Umwelt Bauen und Verkehr. „Die Planersocietät wird ihren Bericht am Montag vorstellen und den Inhalt und ihre Empfehlungen erläutern“, sagt der städtische Umweltbeauftragte Norman Raupach an diesem Montag. Nach aktuellem Stand soll der Ausschuss trotz Coronakrise stattfinden.

Lara Wohland vom Planungsbüro Planersocietät begleitet den Fußverkehrs-Check in Bergkamen.

Lara Wohland vom Planungsbüro Planersocietät begleitet den Fußverkehrs-Check in Bergkamen. © Stefan Milk

Planungsbüro stellt Vorschläge im Umweltausschuss vor

In dem Bericht der Planersocietät wird es zwei Maßnahmen geben, die sich bereits in der Umsetzung befinden. Worum es sich genau handelt, verrät Raupach noch nicht. Das soll im Ausschuss ausführlich erklärt werden. Dass einige Maßnahmen schnell umgesetzt werden, wurde von der Verwaltung schon vor dem Fußverkehrs-Check kommuniziert. Die Stadt will offenbar schnell dafür sorgen, dass sich die Situation an Problemstellen schnell verbessert.

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Größere Arbeiten wie etwa der Bau von Verkehrsinseln oder der Umbau von Gehwegen müssen freilich erst von der Politik diskutiert werden. Dabei sind Rünthe und Oberaden erst der Anfang einer fußgängerfreundlicheren Stadt Bergkamen. Denn die Begehungen und die Vorschläge des Dortmunder Planungsbüros möchte die Stadt nutzen, um auch andere Stadtteile sicherer für Fußgänger zu gestalten. Sie möchte aus der Maßnahme lernen, die nicht allen Städten ermöglicht wird.

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Bergkamen ist eine von zehn „Modellkommunen“, die das Land NRW für den Fußverkehrs-Check ausgewählt hat. Insgesamt hatten sich 25 Städte beworben. Aus dem Check gehen konkrete Lösungsvorschläge hervor, die die Menschen, die viel zu Fuß unterwegs sind schützt – aber auch andere motivieren, das Auto mal stehen zu lassen. Denn auch Zu-Fuß-Gehen ist ein Verkehrsmittel. Ein sehr umweltfreundliches.

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