Für neue Streetwork-Anlaufstelle fehlen zurzeit die Mittel

dzBaukosten erheblich gestiegen

Die Stadt verschiebt die Entscheidung über den Bau der neuen Streetwork-Anlaufstelle auf das kommende Jahr. Bis dahin ist vor allem die Finanzierungsfrage zu klären.

Bergkamen

, 19.11.2018, 14:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Sozial- und Schuldezernentin Christine Busch hat die Planung für die neue Anlaufstelle, die das Streetwork bekommen soll, und eine Kostenschätzung – genau so wie für die geplante Turnhalle an der Freiherr-vom-Stein-Realschule. Gebaut wird beides zunächst einmal nicht, denn die Kostenschätzung hat es in sich. „Die Kosten sind deutlich höher, als wir im Haushalt kalkuliert haben“, sagt die Dezernentin. Deshalb muss sie die beiden Vorhaben erst einmal zurückstellen. Schuld daran ist die mehr als gute Baukonjunktur zurzeit, die dazu geführt hat, dass die Baukosten geradezu explodiert sind. Sie setzt jetzt auf das Baukosten-Controlling, das die Stadt angesichts der steigenden Preise eingeführt hat. Es soll dazu führen, dass die Baukosten und Preissteigerungen transparenter werden und dass die Stadt ihre Mittel gezielter einsetzen kann.

Gebäude ist zu klein geworden

Eine Entscheidung, wann der Bau der Anlaufstelle und der Turnhalle beginnen kann, fällt wohl erst im kommenden Jahr. Für die Realschüler bedeutet das, dass sie relativ weite Wege bis zum Sportunterricht behalten – denn an der Schule gibt es bisher keine Sporthalle. Das Streetwork muss vorerst in der Anlaufstelle „Anstoß“ am Nordbergstadion bleiben, die eigentlich schon seit einiger Zeit zu klein geworden ist. In den vergangenen Jahren ist unter anderem die Arbeit mit Flüchtlingen zu den Aufgaben der Streetworker dazugekommen. Hinzu kommt, dass der gesamte Bereich mit Hallenbad und den angrenzenden Nutzungen überplant werden soll, wenn das neue Kombibad am Häupenweg fertig ist. Bisher aber steht noch nicht einmal fest, wann der Bau beginnt.

Eine geplante Verlegung des Streetworks in die ehemalige neuapostolische Kirche an der Lasallestraße war schon vor einiger Zeit gescheitert. Es hatte sich herausgestellt, dass die Kosten für den erforderlichen Umbau und die monatlichen Betriebskosten zu hoch geworden wären. Seitdem ist ein Neubau auf einem zentral gelegenen Grundstück in Bergkamen-Mitte geplant – also wahrscheinlich auf oder im unmittelbaren Umfeld des Nordbergs. Über die genaue Lage der neuen Anlaufstelle will sich die Stadt bisher aber noch nicht äußern. Ursprünglich hatte es auch Überlegungen gegeben, sie neben der neuen Turnhalle an der Freiherr-vom-Stein-Realschule zu errichten. Davon hat die Stadt aber bereits Abstand genommen.

Für den Bau der neuen Anlaufstelle ist im Haushalt eine halbe Million Euro vorgesehen, weil ein Grundstückserwerb nicht notwendig ist. Dass das Geld aber auch für die reinen Baukosten nicht ausreicht, ist schon seit einiger Zeit klar.

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