Für das PueD fehlen immer noch einige Unterlagen

dzGesundheitszentrum auf Grimberg 3/4

Die Stadt kann den Bauantrag für das Gesundheitszentrum noch nicht weiter bearbeiten. Eine Nachfrist läuft in der zweiten Septemberhälfte ab.

Weddinghofen

, 28.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Bis der Bau des geplanten Gesundheitszentrums „PueD“ auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Grimberg 3/4 in Weddinghofen beginnt, wird noch einige Zeit vergehen. Nach Auskunft der Stadt liegen die Unterlagen für den Bauantrag immer noch nicht vollständig vor. Die Bauaufsicht hat dem Architekten Mitte dieses Monats allerdings eine weitere Frist gewährt, in der er die restlichen Unterlagen einreichen kann. Sie läuft erst in der zweiten Septemberhälfte aus. In den großen Ferien, die jetzt zu Ende gehen, seien keine wesentlichen neuen Unterlagen beim Bauantrag hinzugekommen, sagte der Beigeordnete Marc Alexander Ulrich, der zurzeit Baudezernent Sr. Hans-Joachim Peters vertritt.

Bei der Stadt herrscht trotz des schleppenden Fortschritts bei der Baugenehmigung allerdings kein Zweifel, dass die PueD GmbH das Gesundheitszentrum bauen will. Eine so lange Dauer bei der Zusammenstellung der Bauantrags-Unterlagen sei bei einem Projekt dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich, sagte Ulrich. Hinzu komme, dass am Genehmigungsverfahren nicht nur die Bergkamener Bauordnung beteiligt ist. Auch der Kreis Unna ist am Verfahren beteiligt und muss bestimmte Dinge im Bauantrag prüfen.

Keine Standard-Finanzierung

Ulrich hält auch die lange Vorlaufzeit für das Projekt, die bei vielen Bergkamenern Zweifel geweckt hatten, für nicht ungewöhnlich. Eine Standard-Baufinanzierung sei bei einem so vielfältigen Projekt wie dem PueD nicht möglich. Der Name des Gesundheitszentrums „PueD“ bedeutet „Partner unter einem Dach“ – und die Nutzungen sind vielfältig. Sie reichen von der Kindertagesstätte über betreutes Wohnen und eine Kurzzeitpflege bis zu Arztpraxen, einer Apotheke und anderen Nutzungen aus dem Gesundheitsbereich. Das Projekt passe weder in das Finanzierungsschema für eine Kita noch für ein Ärztehaus, sagte der Beigeordnete.

Dabei wartet die Stadt eigentlich schon ungeduldig auf den Baubeginn – insbesondere auf den ersten Bauabschnitt, in dem auch eine Kindertagesstätte entstehen soll, deren Träger das Lebenszentrum Königsborn werden soll. Die Kita soll nicht nur die immer noch angespannte Situation bei den Kindergartenplätzen entlasten. Es soll dort auch eine Gruppe geben, in der Kinder mit Behinderungen betreut werden, die bisher noch zur Betreuung in andere Städte gebracht werden müssen.

Die PueD GmbH, die Bauherrin des Gesundheitszentrums ist, hat allerdings bisher noch keinen konkreten Termin für einen ersten Spatenstich genannt. Wann das Projekt realisiert wird, steht also offenbar noch nicht genau fest.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Jubiläum im „Mikado“

Warum die Stadt seit 25 Jahren keine eigenen Kindergärten mehr baut