Für Blutkrebs-Patientin Christiane Stützer gibt es einen Stammzellen-Spender

dzHilfe aus Deutschland

Die Erleichterung ist riesengroß: Für Christiane Stützer aus Oberaden, die an Blutkrebs erkrankt ist, ist endlich Hilfe in Sicht. Ein Stammzellen-Spender ist gefunden – in Deutschland.

Oberaden

, 14.07.2020, 17:10 Uhr / Lesedauer: 2 min

Mit Beginn der Corona-Krise brach für die 53-Jährige alles wie ein Kartenhaus zusammen. Nicht Covid-19, sondern vielmehr die Erkrankung an einer besonders aggressiven Form von Blutkrebs – AMS – stürzten sie und ihre Familie ins Tal der Tränen.

Aus der Familie kam niemand als Stammzellen-Spender in Frage, sodass die Suche über die Deutsche Knochmark-Spender-Datei (DKMS) begann. Und das zahlte sich jetzt aus.

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Weit über 300 Bürgerinnen und Bürger sind dem Aufruf der DKMS gefolgt, sich neu als Spender zu registrieren und das Spender-Paket zu ordern. Mithilfe von drei medizinischen Wattestäbchen konnte jeder selbst einen Wangenschleimhautabstrich vornehmen und das Gewebe zurücksenden. Ob unter den neu registrierten Spenden ein genetischer Zwilling für Christiane Stützer war oder dieser aus der Datei kommt, ist unklar. Klar ist: Es gibt einen Spender.

Stammzellen-Spender könnte auch Knochenmark abgeben

„Die Freude bei uns und vor allem bei Christiane war riesig“, teilte jetzt Ehemann Stephan Stützer mit. „Vor zwei Wochen hieß es noch, dass jemand gefunden sei. Dann kam das Okay, dass diese Person sich auch für eine Spende zur Verfügung stellt und in dieser Woche hat der Spender aus Deutschland seine Stammzellen abgegeben. Es kann sogar sein, dass er Knochenmark spenden musste“, besitzt Stephan Stützer nur bruchstückhafte Infos. Der Name des Spenders ist ihm nicht bekannt, er darf auch keinen Kontakt aufnehmen.

„Ich hoffe einfach, dass alles so klappt, wie wir uns das so sehr wünschen.“
Stephan Stützer

Anfang August soll die Spende jedenfalls an seine Frau übertragen werden, in der Hoffnung, dass ihr Körper das Gewebe annimmt. Dann soll möglichst der Heilungsprozess in die Gänge kommen. Stephan Stützer: „Ich hoffe einfach, dass alles so klappt, wie wir uns das so sehr wünschen.“

Seltene Immunschwäche bei der Oberadenerin festgestellt

Seine Sorge ist begründet: Nach der Chemotherapie lag seine Ehefrau Christiane mit Fieber-Schüben noch eine Woche auf der Intensivstation des Dortmunder Krankenhauses. Dabei stellten die Ärzte auch noch eine seltene Immunschwäche bei der Oberadenerin fest. „Mittlerweile geht es ihr besser – mit der jüngsten Nachricht sowieso.“

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Auch Tochter Jaqueline ist erleichtert: „Wir möchten uns grundsätzlich bei allen Bürgerinnen und Bürgern bedanken, die sich registrieren haben lassen. Die helfen nicht nur meiner Mutter, sondern vielen anderen an Blutkrebs erkrankten Menschen. Wir spüren überall, dass die Hoffnung auf eine baldige Genesung meiner Mutter groß ist. Danke.“

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