Frühestens 2024 haben alle Schulen in Bergkamen und Kamen schnelles Internet

dzBreitbandausbau

Die Schulen in Bergkamen und Kamen warten dringend auf das schnelle Internet. Die ersten sollen Anfang 2021 in den Genuss eines Glasfaseranschlusses kommen. Andere müssen länger warten.

Bergkamen, Kamen

, 20.02.2020, 15:11 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis es in Bergkamen und Kamen flächendeckend schnelles Internet gibt, dauert es noch bis 2024 – mindestens. Dabei warten insbesondere Schulen dringend auf eine zeitgemäße Online-Verbindung. Und einige Grundschulen werden sie in absehbarer Zeit bekommen. Als erste sollen bis zum Januar 2021 die Schillerschule in Bergkamen-Mitte, die Overberger Grundschule und die Südschule in Bergkamen und die Josefschule in Kamen-Mitte ans Glasfasernetz kommen.

Im Dezember 2021 sind fünf Schulen am schnellen Netz

Im Oktober 2021 soll die Preinschule in Oberaden an der Reihe sein. Im Dezember folgen dann der geplante Neubau für die Jahnschule im selben Stadtteil sowie die Astrid-Lindgren-Schule in Heeren-Werve, die Eichendorffschule und die Jahnschule in Methler sowie die Südschule in Kamen. Das sieht zumindest der Zeitplan vor, den der städtische Eigenbetrieb Breitband Bergkamen (BBB) am Donnerstag, vorgestellt hat. Er koordiniert den kommunalen Netzausbau in Bergkamen, Kamen und Bönen.

Die Schillerschule in Bergkamen soll schon Anfang nächsten Jahres schnelles Internet bekommen.

Die Schillerschule in Bergkamen soll schon Anfang nächsten Jahres schnelles Internet bekommen. © Stefan Milk

Auf Dauer sollen auch die anderen Grundschulen und natürlich auch die weiterführenden Schulen eine adäquate Internet-Verbindung bekommen. Dass das länger dauert, hängt mit den komplizierten Fördermodalitäten zusammen.

Auch die Josefschule in Kamen gehört zu den Schulen, die im Januar 2021 ans Glasfasernetz angeschlossen werden sollen.

Auch die Josefschule in Kamen gehört zu den Schulen, die im Januar 2021 ans Glasfasernetz angeschlossen werden sollen. © Stefan Milk

Der BBB will ein Glasernetz bauen, das jene Gebiete versorgt, die bisher nur über einen langsamen Internet-Anschluss verfügen. Dafür gibt es Geld vom Bund. Weil aber nicht alle Schulen in diesem Areal liegen, gibt es auch Fördermittel aus einem Landesprogramm. Und die kann der BBB früher verwenden.

Jetzt lesen

Der Ausbau des Netzes ist ein Prozess

Die Frage, wann das aus Berlin geförderte Netz zur Verfügung steht, interessiert nicht nur die Schulen. Sondern auch jene Bürger, deren Internetverbindung spätestens zusammenbricht, wenn die Kinder aus der Schule kommen und in die Online-Welt eintauchen.

Der Eigenbetrieb Breitband Bergkamen koordiniert den Glasfasernetzbau für Bergkamen und Kamen und hat den Zeitplan für die Schulen vorgestellt.

Der Eigenbetrieb Breitband Bergkamen koordiniert den Glasfasernetzbau für Bergkamen und Kamen und hat den Zeitplan für die Schulen vorgestellt. © Stefan Milk

In Bergkamen sind 916 Anschlüsse, in Kamen 350 und in Bönen 413 geplant. Und die müssen nicht zwangsläufig bis 2024 warten. Der BBB-Chef Marc Alexander Ulrich, Beigeordenter in Bergkamen, rechnet zwar mit einem Baubeginn nicht vor 2021 und einer Bauzeit von mindestens 18 Monaten für das neue Netz. „Doch das ist ein Prozess“, sagt er. Einige Internet-Nutzer werden schon vor der endgültigen Fertigstellung von dem Glasfasernetz profitieren. Dazu könnten auch Schulen zählen.

Jetzt lesen

Schulen sollen sich technisch und pädagogisch vorbereiten

Und idealerweise sind sie dann schon auf des schnelle Netz vorbereitet – technisch und pädagogisch. Der BBB verlegt die Kabel nur bis an die äußere Schulwand. Für die Internet-Verteilung innerhalb der Schulgebäude ist der Schulträger verantwortlich – also die Städte. Dafür bekommen sie ebenfalls Fördermittel vom Land. Auf den ersten Blick ist das sogar relativ viel. Bergkamen erhält zum Beispiel rund 2,5 Millionen Euro.

Der Breitband-Betrieb verlegt die Kabel bis zum Schulgebäude Für die Internet-Versorgung in den Gebäuden ist die Stadt als Schulträger verantwortlich.

Der Breitband-Betrieb verlegt die Kabel bis zum Schulgebäude Für die Internet-Versorgung in den Gebäuden ist die Stadt als Schulträger verantwortlich. © Stefan Milk

Aber alleine die notwendige Verkabelung schlägt mit knapp 1,4 Millionen Euro zu Buche. Rund 838.000 Euro dürfen die Schulen für Server, Übertragungsmedien und Endgeräte ausgeben. Außerdem stehen noch 275.000 Euro für den Kauf von mobilen Endgeräten zur Verfügung. „Das sind maximal 25.000 Euro pro Schule“, relativiert Bergkamens Schuldezernentin Christine Busch diese Summe.

Ihr geht es nicht allein um die Technik. Wenn das schnelle Internet erst da ist, sollen die Bergkamener Schulen möglichst nach einem einheitlichen Medienkonzept handeln. Das soll bis zum nächsten Sommer ein Beratungsbüro aus Halle/Westfalen erstellen. In der nächsten Woche treffen sich die Berater zu einem Auftaktgespräch mit den Schulleitern.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Corona-Krise
Coronavirus: Arbeitsmarkt „schwer getroffen“ – auch wenn man es noch nicht sieht