Fröndenberger Seniorenwohnungen könnten ein Vorbild für den Rünther Markt liefern

dzPläne der UKBS

Die Wohnungsgesellschaft UKBS weiß noch nicht, ob sie den Rünther Marktplatz kaufen wird. Aber sie hat immerhin schon ein Modellprojekt, das als Vorbild für eine Bebauung dienen könnte.

Bergkamen

, 26.02.2020, 15:08 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor dem Jahr 2022 wird sich auf dem Rünther Marktplatz mit Sicherheit nichts tun. Zumindest dann nicht, wenn sich die kommunale Wohnungsgesellschaft UKBS der seit Jahren brach liegenden Fläche annimmt. „Bis Ende 2021 sind unsere Kapazitäten auf jeden Fall ausgeschöpft“, sagte UKBS-Geschäftsführer Matthias Fischer bei einem Ortstermin mit dem SPD-Ortsverein Rünthe. Und auch für die Zeit danach hat die UKBS noch keine konkreten Pläne für den Rünther Markt. Kein Wunder, er gehört ihr gar nicht.

Stadt führt Gespräche mit der Vivawest

Das allerdings könnte sich in absehbarer Zeit ändern. Zumindest dann, wenn die UKBS sich mit dem Eigentümer, dem Wohnbauunternehmen Vivawest, über einen Kaufpreis einigen kann. Derzeit führe die Stadt Gespräche mit Vivawest, berichtete die stellvertretende Bürgermeisterin Monika Wernau. Das Unternehmen hat wohl signalisiert, dass es keine eigenen Baupläne in Rünthe mehr hegt und durchaus verkaufsbereit ist – wenn der Preis stimmt.

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Dass es dabei zumindest am Anfang unterschiedliche Vorstellungen zwischen der UKBS und der Vivawest gibt, liegt auf der Hand. Bisher habe es allerdings auch noch keinerlei Verkaufsverhandlungen gegeben, sagte Fischer.

Rünthe braucht altersgerechte Wohnungen

Falls die UKBS das Gelände tatsächlich kauft und bebaut, würden dort wohl vor allem altersgerechte Wohnungen entstehen. An denen herrscht in Rünthe ein echter Mangel, berichtete Ortsvorsteher Klaus Kuhlmann. Fischer schloss allerdings aus, dass die UKBS ihr an Anwohnerprotesten gescheitertes Mehrgenerationen-Projekt am Kiwitt in Rünthe verwirklicht. „Dafür reicht die Fläche auf dem Marktplatz nicht aus.“

Allerdings kann er sich vorstellen, dass eine UKBS-Immobilie in Fröndenberg-Ardey als Vorbild für den Rünther Markt dienen könnte. Dort hat die Gesellschaft 26 barrierefreie Wohnungen gebaut, die zwischen 50 und 85 Quadratmeter groß sind. Außerdem gibt es Räume für Vereinstreffen und Veranstaltungen. „Und in einem ehemaligen Gemeindehaus eine Arztpraxis und ein Café, das die Bürger betreiben“, sagte Fischer.

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Für den Fall, dass sich so etwas auch auf dem Rünther Marktplatz realisieren ließe, könnten zumindest die Planungen schon vor 2022 beginnen. Falls die UKBS die Fläche bis dahin gekauft hat. Weitere Interessenten für den Rünther Markt seien jedenfalls nicht bekannt, meinte Ortsvorsteher Kuhlmann: „Wir wissen nicht, ob die Vivawest noch mit jemanden anderem redet.“

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