Die Wahrheit über Agatha Christie – eine Frau die sich scheiden ließ und vor Hawaii surfte

dzFrauensalon

Der letzte Frauensalon im Martin-Luther-Haus drehte sich um die berühmte Krimiautorin Agatha Christie. Über die erfolgreiche Frau ist nicht viel bekannt. Doch eine Expertin bringt einiges ans Licht.

von Coralie Nicolei

Bergkamen

, 12.12.2019, 13:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

85 Romane, 17 Theaterstücke, viele Kurzgeschichten, Hörspiele und zahlreiche Verfilmungen ihrer Bücher: Agatha Christies Weltauflage wird auf 500 Millionen Exemplare geschätzt, die in über 100 Sprachen übersetzt wurden. Ihr Theaterstück „Die Mausefalle“ wird seit 1952 Abend für Abend auf einer Londoner Bühne gespielt und gehört zum Pflichtprogramm vieler London-Touristen.

Berühmt machten sie zwei besondere Figuren: ein eitler, pedantischer Herr mit großem Schnurrbart, dessen „kleine grauen Zellen“ ihn zu messerscharfer Logik befähigten, und eine weißhaarige alte Dame von enormer Beobachtungsgabe, deren neugierigen Augen und Ohren so leicht nichts verborgen bleibt – Hercule Poirot und Miss Jane Marple.

Elke Markmann geht im Martin-Luther-Haus auf Indiziensuche

Was für ein Mensch steckt hinter der Fassade der Erfolgsautorin, von der nur wenig bekannt ist? Dieser Frage geht Elke Markmann nach. Die Pfarrerin und Referentin beschäftigt sich bereits seit einigen Jahren mit dem Leben der Autorin. Markmann ging auf Einladung des Frauensalons am Mittwochabend im Martin-Luther-Gemeindehaus auf Indiziensuche.

„Die letzte Veranstaltung im Jahr des Frauensalons soll immer etwas ganz besonderes sein“, eröffnete Pfarrerin Buschmann-Simons den Abend. Aus diesem Grund wurde auch für die passende musikalische Unterhaltung gesorgt. Nils Orlowski und Marius Rimpel spielten sowohl bekannte Weihnachtslieder als auch Lieder wie „Ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett“.

Dass Elke Markmann sich mit Krimis und der britischen Schriftstellerin bestens auskennt, merken die zahlreich erschienenen Frauen schnell. Markmann zeichnet bei der Veranstaltung ein Porträt der berühmten Krimi-Autorin, indem sie sowohl aus der Autobiografie zitiert als auch alte Fotos der Schriftstellerin zeigt.

Agatha Christie ist ihren eigenen Weg gegangen

„Ich finde es spannend zu sehen, was Agatha Christie in ihrem Leben alles gemacht hat“, sagt die Referentin. „Obwohl sie in einer Zeit gelebt hat, in der Frauen es nicht leicht hatten, hat sie das gemacht, was sie stark gemacht hat.“

Die Autorin lebte von 1890 bis 1976 und war in vielem ihrer Zeit voraus. Sie ließ sich scheiden, lebte von ihren Büchern, surfte vor Hawaii und schrieb an archäologischen Ausgrabungsstätten.

Elke Markmann interessiert sich für diese besonderen Frauenschicksale und betrachtet dabei auch immer den religiösen Hintergrund. „Agatha Christie, eine tief gläubige Frau mit christlichen Grundwerten, war der Auffassung, dass man selbst entscheiden kann, ob man gut oder böse sein möchte.“ Dabei stellt Markmann sich aber die Frage, ob die Menschen dazu in der Lage sind frei zu entscheiden oder ob das gar nicht in ihrer Macht liegt.

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