Kein Nachwuchs: Dieses Erfolgsmodell findet keine Fortsetzung

dzKirche in Bergkamen

Das ökumenische Frauenfrühstück in Bergkamen feiert am 23. November sein 25-jähriges Bestehen. Leider endet die Geschichte dieser erfolgreichen Reihe auch mit dieser Veranstaltung.

von Werner Wiggermann

Weddinghofen

, 11.11.2019, 14:57 Uhr / Lesedauer: 2 min

„Wir leben nur einmal“ ist das Thema beim insgesamt 50. überkonfessionellen Frauenfrühstück am Samstag, 23. November. Es beginnt um 9.30 Uhr im Martin-Luther-Haus, Goekenheide 2, in Weddinghofen. Seit 25 Jahren gibt es das Frühstück nun - aber die Jubiläumsveranstaltung ist leider auch der Schlusspunkt dieser Erfolgsgeschichte.

Getragen wurde die Geschichte von Anfang an durch ein „äußerst engagiertes, ehrenamtlich tätiges Frauenteam“, heißt es in der aktuellen Einladung. Auch die hohe Qualität der Referate zu zentralen lebenspraktischen Themen hat die Veranstaltungsreihe evangelischer und katholischer Frauen gekennzeichnet. Diesmal spricht Annelie Rehra, kreative Kinder- und Familientherapeutin, zu den wahrscheinlich wieder um die 100 interessierten Zuhörerinnen.

Keine neue Organisatorin

Die Veranstaltungsreihe auf hohem Niveau zu halten, bedeutete aber immer wieder auch sehr viel Arbeit - und nun fand sich niemand mehr, der in die Fußstapfen von Gaby Wetzel treten und diese Arbeit übernehmen wollte.

Themen und dazu passende, qualifizierte Referentinnen finden, den musikalischen Rahmen und den kulinarischen gestalten, gleichzeitig die Kosten für die Teilnahme bei 7 Euro, also im sehr günstigen Rahmen zu halten - das ist ganz schön viel für eine Organisation im Ehrenamt.

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„Niemals geht man so ganz“

Deshalb gibt es nach dem Jubiläumsjahr nun leider keine Fortsetzung. „Aber: Niemals geht man so ganz!“, heißt es in der Ankündigung der Abschlussveranstaltung, „Erinnerungen an die vergangenen 49 Veranstaltungen, die abwechselnd im kath. Elisabethhaus und den Gemeindehäusern der ev. Kirchen in Bergkamen stattfanden, werden wieder wach.

Da gab es eine kleine Gründergruppe, die durch Rita Patro für dieses Projekt so motiviert waren, dass immer mehr Frauen das Frauenfrühstück mitgestalten wollten. Rita Patro, Frau des ehemaligen Pfarrers des Wichernhauses, hielt zwischenzeitlich auch zu unterschiedlichen Themenkreisen Vorträge.“

„Immer einer, der uns auffängt“

Auch am 23. November wird Rita Prato noch einmal dabei sein. Und vielleicht findet sich in den nächsten Wochen doch noch jemand, der die Erfolgsgeschichte fortsetzen möchte. Ganz im Sinne des Schlusssatzes der Erklärung: „Ein ganz wichtiger Aspekt wurde in den 25 Jahren besonders hervorgehoben: Bei aller Angst, Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit, die uns alle mitunter befällt, ist da immer einer, der uns auffängt.“

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