Frau wird an der Erlentiefenstraße von Güterzug erfasst

dzBahnunfall in Bergkamen

In Höhe der Erlentiefenstraße ist eine Frau von einem Güterzug erfasst worden, der auf der Hamm-Osterfelder Bahn unterwegs war. Wie es zu dem Unfall kam, ist noch unklar.

Bergkamen

, 21.10.2020, 17:05 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wie die Frau auf die Bahngleise an der Unteren Erlentiefenstraße in Overberge geraten ist, wissen die Ermittler derzeit noch nicht. Aber sie hat offensichtlich Glück gehabt, großes Glück. Gegen 16 Uhr wurde sie von einem Güterzug erfasst und erlitt dabei Verletzungen. Aber nach den ersten Eindrücken der Rettungskräfte bestand wohl keine unmittelbare Lebensgefahr.

Die Bahnpolizei geht von einem Unfall aus

Nach den ersten Ermittlungen an der Bahnstrecke geht die Bahnpolizei davon aus, dass es sich um einen Unfall handelt. Die ältere Frau sei ansprechbar gewesen, habe aber einen verwirrten Eindruck gemacht, berichtete eine Beamtin der Bahnpolizei am Unfallort.

Ob die Verwirrung eine Folge des Unfalls war oder möglicherweise dessen Ursache, war zu diesem Zeitpunkt noch völlig unklar. Der Unfall ereignete sich gegen 16 Uhr in der Nähe der Bahnunterführung für Radfahrer und Fußgänger an der Unteren Erlentiefenstraße.

Die Frau gelangte über einen Weg auf der südlichen Seite der Hamm-Osterfelder Bahn an die Gleise.

Die Frau gelangte über einen Weg auf der südlichen Seite der Hamm-Osterfelder Bahn an die Gleise. © Johannes Brüne

Ein Fußweg führt an die Gleise

Die Frau gelangte offenbar über einen Fußweg auf der südlichen Seite der Hamm-Osterfelder Bahnstrecke an die Gleise. Warum sie dann auf diese geriet, muss ebenfalls noch geklärt werden. Nach Angaben von Bergkamens Feuerwehrchef Dirk Kemke schaffte es die Frau möglicherweise noch rechtzeitig vor dem heran nahenden Zug das Gleisbett zu verlassen. Auf diese Weise wurde sie zwar von dem Güterzug gestreift, aber nicht überrollt.

Der Unfall ereignete sich unmittelbar neben der Unterführung für Fußgänger und Radfahrer an der Unteren Erlentiefenstraße.

Der Unfall ereignete sich unmittelbar neben der Unterführung für Fußgänger und Radfahrer an der Unteren Erlentiefenstraße. © Johannes Brüne

Laut Kemke alarmierte der Lokführer die Feuerwehr. Der Mann soll allerdings selbst einen Schock erlitten haben. Anwohner, die den Unfall mitbekamen, riefen Hilfe und kümmerten sich außerdem um das Unfallopfer.

Ersthelfer kümmerten sich um die Frau

Kemke berichtete, dass bereits Ersthelfer vor Ort gewesen seien, als die Feuerwehr eingetroffen war. Entgegen ersten Meldungen, nach denen eine Person eingeklemmt war, hatten die Rettungskräfte keine Probleme, zu der verunglückten Frau am Gleisbett zu gelangen und sie zu einem Rettungswagen zu transportieren, der sie ins Krankenhaus brachte.

Ein Rettungshubschrauber, der auf dem Feld am nördlichen Teil der Unteren Erlentiefenstraße gelandet war, konnte unverrichteter Dinge wieder abfliegen. Auch das spricht dafür, dass die Frau Glück im Unglück hatte und den Unfall ohne lebensbedrohliche Verletzungen überstand.

Als die Rettungskräfte den Unfallort verließen, stand der Zug noch auf der Strecke. Polizei und Bahnpolizei ermitteln weiter.

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