Forum für Interessenten für das Baugebiet Hermann-Stehr-Straße - und für die Kritiker

dzBürgerversammlung

Die planungsrechtlichen Vorbereitungen für ein Neubaugebiet an der Hermann-Stehr-Straße laufen. Und bald will die Stadt auch die Bürger über dieses Vorhaben informieren.

Oberaden

, 03.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Planungsamtsleiter Thomas Reichling wäre nicht überrascht, wenn bei der Bürgerversammlung am Mittwoch, 12. Juni, auch kritische Fragen zu dem geplanten Baugebiet Jahnstraße/Herbert-Stehr-Straße gestellt werden. „Zu solchen Veranstaltungen kommen ja meist die ,negativ Betroffenen‘“, meint er. Im konkreten Fall erwartet er zum Beispiel Anmerkungen zu der Flächenversiegelung auf der bisher landwirtschaftlich genutzten Fläche. Und das, obwohl Bergkamen keinen nennenswerten Bevölkerungszuwachs erwartet.

Der Bedarf ist offenbar vorhanden

„Aber der Bedarf für eine neue Wohnbebauung ist da“, sagt Reichling. Das sehe man in den anderen Neubaugebieten, in denen die Flächen schnell vergeben gewesen seien. Daher hält es Reichling für sinnvoll, innerstädtische zu bebauen, die an schon existierenden Straßen liegen und in deren Nähe es entsprechende Infrastruktur gibt. Zumal die Stadt zwar Gastgeber der Bürgerversammlung, aber keineswegs Bauherr an der Hermann-Strehr-Straße ist. Die privaten Eigentümer der rund fünf Hektar großen Fläche wollen sie als Bauland entwickeln. Der städtebauliche Rahmenplan, den die beta Baulandentwicklungsgesellschaft aus Bergkamen und das Büro Planquadrat aus Dortmund entworfen haben, stieß im April auf eine breite Mehrheit im Ausschuss für Stadtentwicklung, Strukturwandel und Wirtschaftsförderung.

Neues Baugebiet

Bürgerversammlung im Sportheim

Die Bürgerversammlung zum geplanten Baugebiet Jahnstraße/Hermann-Stehr-Straße beginnt am Mittwoch, 12. Juni, um 18 Uhr im Sportheim Oberaden. Das Sportheim steht neben dem Jugendzentrum „Yellowstone“ an der Preinstraße 14 in Oberaden.

Erster Schritt zum Bebauungsplan

Das ist der erste Schritt für den Bebauungsplan, der die planrechtliche Grundlage für die neue Wohnsiedlung bilden soll. Auch die Bürgerversammlung gehört zu dem gesetzlichen Prozedere für einen solchen Plan. Zu dem Treffen am 12. Juni werden nach Reichlings Angaben auch Vertreter der beta und von Planquadrat kommen, um ihre Pläne vorzustellen. Allerdings wird es wohl noch eine ganze Weile dauern, bis an der Hermann-Stehr-Straße die ersten Bauarbeiten beginnen.

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Baurecht frühestens in eineinhalb Jahren

Vorher muss der Stadtrat erst noch den Bebauungsplan beschließen. Wenn es keine gravierenden Einwände gibt, könnte das nach Reichlings Einschätzung in etwa zweieinhalb bis zwei Jahren der Fall sein. „Dann besteht Baurecht“, beschreibt der Planungsamtschef den Gang der Dinge. Und dann haben potenzielle Eigenheimbesitzer die Möglichkeit, im Rathaus eine Baugenehmigung für das Gebiet an der Hermann-Stehr-Straße zu stellen. Und bis dahin, ist Reichling überzeugt, werden sich nicht nur Kritiker des neuen Baugebietes melden, sondern auch Menschen, die sich für einen Bauplatz auf dem Areal interessieren.

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