Förster will Parkplatz sperren

dzNach Fällaktion am Beversee

Rund 500 Festmeter Holz hat Revierförster Oliver Stenzel-Franken im Wald rund um den Beversee in den vergangenen Wochen fällen lassen. Und das führt nun zu Problemen.

Bergkamen

, 27.11.2018, 13:17 Uhr / Lesedauer: 2 min

Denn Stenzel-Franken weiß nicht wohin mit dem Holz. Das Beverseegebiet eigne sich nur bedingt für die Forstwirtschaft, sagt der Förster. Lkw können nicht in den Wald und um die Kurven, um das Holz abzufahren, ebenso bestehen dort kaum Möglichkeiten, das Holz zu poltern, also es nach der Ernte auf einem Sammelplatz als Stapel oder nebeneinanderliegende Stämme bereit zu legen. „Wir wussten einfach nicht, wohin mit dem Holz und mussten es so nach und nach bis an die B233 rücken“, erklärt Stenzel-Franken. Inklusive des Wanderparkplatzes, der so noch als einer der wenigen Freiräume für einige Zeit als Polterstelle herhalten muss. Sehr zum Ärger vieler Wanderer und Sportler, die ihre Fahrzeuge dort regelmäßig abstellen, um in das Naherholungsgebiet zu starten.

Nutzer sind verärgert

Immer wieder kommt es zu Zwischenfällen mit verstimmten Parkplatznutzern. „Das geht sogar so weit, dass sie die Lkw, die das Holz transportieren, zuparken“, sagt der Förster. Er will deshalb den Wanderparkplatz während der Zeit des Abtransports für ein paar Tage ganz zu sperren. Gespräche mit der Stadt habe er deswegen schon geführt. In den Tagen vor und nach Weihnachten kann es also sein, dass der Parkplatz an der B233 vorübergehend gesperrt sein wird.

Die Fällaktion am Beversee war dringend notwendig, denn einem großen Teil der Bäume geht es nach dem trockenen Jahr mehr als schlecht und jene, denen es noch gut geht, benötigen Platz, erklärt der Revierförster. Bäume, die noch eine Chance haben, zu wachsen und sich zu entfalten, will er mehr Licht und Raum verschaffen. Roteiche, Stileiche, Pappeln, Eschen und vor allem Schwarz-Pappel-Hybriden sind deshalb in jüngster Zeit am Beversee gefällt worden. Zwar wünscht sich Stenzel-Franken für den Wald endlich mal mehr Niederschlag – denn gerade die extremen Wetterbedingungen und die seit Monaten anhaltende Trockenheit machten den Bäumen zu schaffen – doch für die Fällaktion kam ihm die Dürre sehr entgegen: „So ist der Boden in keinster Weise beeinträchtigt worden.“ Es sei sogar geglückt, einen kleinen Teil des Waldes nach Absprache mit dessen Pächter nach vielen Jahren wieder zu durchforsten, weil der Bach, der durch das kleine Gebiet fließt, komplett ausgetrocknet ist.

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