Förderverein richtet eine Fachtagung aus

dzErziehungsberatungsstelle

Der Förderverein der Erziehungsberatungsstelle könnte sein 15-jähriges Bestehen mit einem Fest feiern. Aber die Mitglieder orientieren sich am Vereinszweck und richten eine Tagung aus.

von Klaus-Dieter Hoffmann

Bergkamen

, 28.08.2018 / Lesedauer: 3 min

Sein 15-jähriges Bestehen feiert in diesen Tagen der „Verein Beratungsstelle“, wie dieser von seinen Mitgliedern und auch den Mitarbeitern der Beratungsstelle gerne genannt wird. Am 11. Oktober soll dieses Jubiläum nun dem Vereinszweck entsprechend mit einer Fachtagung zum Thema „Konstruktive Zusammenarbeit mit Eltern“ gewürdigt werden.

Ins Leben gerufen wurde der Verein, der sich eigentlich „Verein der Freunde und Förderer der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Städte Bergkamen und Kamen“ nennt, von ehemaligen betroffenen Eltern, denen die Beratungsstelle damals in ihren familiären Problemen geholfen hat - und die dabei erkannt hatten, wie wichtig eine Problemlösung ist, die die Dinge einmal von außen betrachtet und nicht nur aus dem familiären Stress heraus, erzählt Bernd Lefarth, Vorsitzender des 50 Mitglieder starken Fördervereins.

„Inzwischen ist der Förderverein für die Erziehungsberatungsstelle, die gleichermaßen für Bergkamen und Kamen zuständig ist, eine absolut feste Größe bei der Umsetzung des Beratungskonzeptes geworden“, berichten anerkennend die Leiterin der Beratungsstelle und ihr Stellvertreter, Andrea Brinkmann und Joachim Ronge. „Denn viele unserer Aktivitäten, die sich an die Kinder, Jugendlichen und auch deren Eltern wenden, könnten wir alleine gar nicht stemmen.“

Spezielle Kurse und Vorträge für Eltern behandeln Themen wie „Kinder in Trennungs- und Scheidungsfamilien“, ebenso gibt es aber auch Kurse für Kinder und Jugendliche, die mit den vielfältigsten Problemen zu kämpfen haben und dann „auffällig“ werden.

„Vergessen Sie nicht, dass Ihr Kind sich nicht absichtlich problematisch verhält“, heißt es da in einem Flyer, der sich an Eltern wendet, deren Kinder unter einem verminderten Selbstbewusstsein, ADHS, Ängsten, Depressionen oder gestörtem Sozialverhalten leiden. Hierzu hat die Beratungsstelle zusammen mit dem Förderverein beispielsweise das Programm „SoKo-Easy“ entwickelt, mit dem „Soziale Kompetenz“ leicht gemacht wird.

Zu der Fachtagung anlässlich des 15-jährigen Bestehens sind dieses Mal allerdings nur „Fachleute“, also Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Beratungsstellen, Jugendhilfe, Kindertagesstätten, Schulen, Gesundheitswesen und ähnlichen Einrichtungen eingeladen. Denn immer wieder stehen Fachleute vor dem Problem, trotz massiver Beeinträchtigungen der Kinder, nur einen minimalen oder gar keinen Zugang zu deren Eltern zu bekommen. „Doch gerade die Zusammenarbeit mit betroffenen Eltern ist der Schlüssel zu mancher Lösung“, betont Ronge.

Nach einem Vortrag von Diplom-Pädagoge Matthias Bertscher aus Hamm zum Thema sollen daher in Kleingruppen von den Teilnehmern Lösungswege erarbeitet werden, wie man gerade diese Eltern erreichen kann.

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