Feuerwehrleute checken die Gefahren bei einem Brand im Umweltkontor

dzBetriebsbesichtigung

Die Feuerwehrleute aus Oberaden und Heil schauen sich beim Umweltkontor um. Sie stellen dem Betrieb ein gutes Zeugnis aus, fürchten bei einem Brand aber einen Großeinsatz.

Bergkamen

, 21.10.2019, 15:52 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wo 600 Tonnen Holz am Tag umgeschlagen werden, ist die Gefahr groß, dass es zu einem Großbrand kommt. Deshalb schauten sich die Feuerwehrleute aus den Feuerwehreinheiten Oberaden und Heil jetzt beim Umweltkontor um, wie das frühere Holzkontor auf dem Monopol-Gelände inzwischen heißt.

Solche Besichtigungen von Unternehmen stehen nach Angaben von Jens Möllmann, Leiter der Feuerwehreinheit Oberaden, mindestens einmal im Jahr auf dem Dienstplan der Feuerwehr. Feuerwehrleute sollen sich für den Ernstfall mit dem Unternehmen vertraut machen.

Feuerwehrleute checken die Gefahren bei einem Brand im Umweltkontor

Die Feuerwehrleute schauten sich in zwei Gruppen auf dem Betriebsgelände um. © Jens Möllmann

Feuerwehr schaut sich das Gefahrenpotenzial an

Die Feuerwehrleute ließen sich zwei Stunden lang von den Brandschutzbeauftragten des Umweltkontors durch den Betrieb führen. Dabei ging es nicht wie bei anderen Besuchern um den Betriebsablauf, sondern um die Dinge, die für die Feuerwehr bei einem Einsatz wichtig sind: Es ging darum, das Gefahrenpotenzial abzuschätzen – und das ist bei dem Unternehmen hoch. „Bei solchen Mengen Holz, wie sie dort lagern, ist das nicht anders zu erwarten“, sagte Möllmann.

Die Feuerwehrleute ließen sich informieren, wie die Brandschutzeinrichtungen aussehen, wo die Fluchtwege verlaufen, wo es Zugangswege bei einem Feuerwehreinsatz gibt und wo die Feuerwehr bei einem Brand ausreichend Löschwasser zapfen kann.

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Information über Anzahl der Mitarbeiter

Außerdem informierte sich die Feuerwehr wie viele Mitarbeiter das Unternehmen hat. Sie will darauf vorbereitet sein, wie groß der Aufwand ist, wenn zum Beispiel bei einem Brand Vermisste auf dem Gelände gesucht werden müssen. Möllmann geht in diesem Fall von einem großen Aufwand aus: Immerhin hat das Umweltkontor etwa 50 Mitarbeiter.

Feuerwehrleute checken die Gefahren bei einem Brand im Umweltkontor

Betriebsleiter Christian Blank zeigt die Wasserleitungen, die in der Halle auch für die Brandbekämpfung gedacht sind. © Borys P. Sarad

Unternehmen hält alle Brandschutzauflagen ein

Dem Unternehmen stellte der Leiter der Oberadener Feuerwehr ein gutes Zeugnis aus. „So weit wir sehen konnten, waren alle Brandschutzauflagen vorbildlich eingehalten“, sagte Möllmann. Das Unternehmen hat schon bei der Genehmigung eine ganze Reihe von Auflagen bekommen, damit es nicht so schnell zu einem größeren Brand kommen kann. Die Holzhaufen müssen zum Beispiel einen bestimmten Mindestabstand voneinander haben und dürfen eine bestimmte Höhe nicht überschreiten.

Damit soll vermieden werden, dass das Feuer von einem brennenden Holzhaufen zum nächsten übergreifen kann.

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Eigentlich sind die Feuerwehreinheiten aus Oberaden und Heil nicht die unmittelbar zuständigen für den Holzbetrieb. Er befindet sich im Bereich der Einheiten Mitte und Weddinghofen.

Die Feuerwehr geht aber davon aus, dass sie Probleme hat, tagsüber genügend Leute zum Einsatzort zu bekommen, wenn nur Mitte und Weddinghofen alarmiert werden. „Tagsüber sind viele Feuerwehrleute außerhalb der Stadt zum Arbeiten und nicht verfügbar“, sagt Möllmann.

Deshalb müssen weitere Feuerwehreinheiten ausrücken, um als Unterstützer einzugreifen. Sie müssen zum Beispiel Schläuche ziehen, damit ausreichend Löschwasser zur Verfügung steht, „Bei einem Betrieb dieser Größe, der mit so vielen brennbaren Materialien umgeht, ist das wahrscheinlich unvermeidbar“, sagt der Leiter der Einheit Oberaden. Er geht davon aus, dass bei einem Brand im Umweltkontor ohnehin gleich die ganze Bergkamener Feuerwehr alarmiert wird.

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