Die Holzwickederin Jennifer Ganz (3.v.r.), die zugleich Leiterin der Jugendfeuerwehr Bergkamen ist, ist auf einem Plakat zu sehen, mit dem das Innenministerium für den Einsatz im Katastrophenschutz wirbt. © Innenministerium NRW
Pandemie

Feuerwehrfrau aus dem Kreis Unna modelt für das Ehrenamt im Katastrophenschutz

Auf großen Plakaten wirbt das NRW-Ministerium jetzt für das Ehrenamt im Katastrophenschutz. Zu sehen ist darauf auch Jennifer Ganz, die sich in der Freiwilligen Feuerwehr engagiert.

Wie engagiert Jennifer Ganz ist, zeigt schon die Tatsache, dass sie gleich in zwei Feuerwehren Mitglied ist. An ihrem Wohnsitz in Holzwickede ist sie Hauptmitglied, in Bergkamen ist sie Leiterin der Jugendfeuerwehr. Kein Wunder also, dass sie sich gerne bereiterklärt hat, auch eine Imagekampagne des NRW-Innenministeriums zu unterstützen.

Im vergangenen Jahr startete das Ministerium einen entsprechenden Aufruf. Aus den Verbänden, die im Katstrophenschutz tätig sind, wurden Gesichter für eine Plakataktion gesucht. „Ich habe damals mitgemacht, hatte das aber schon wieder verdrängt, als im Januar die Nachricht aus Düsseldorf kam, dass ich dabei bin“, berichtet die Feuerwehrfrau.

Jennifer Ganz wird 1600-fach zu sehen sein

Mit 1600 Plakaten in 350 Kommunen wirbt das Innenministerium für mehr Ehrenamt im Katastrophenschutz. „Ohne die rund 100.000 Ehrenamtlichen sähe der Katastrophenschutz in Nordrhein-Westfalen ganz anders aus. Wie unerlässlich diese Menschen für unser Gemeinwohl sind, hat uns die Corona-Pandemie eindringlich vor Augen geführt. (…) Ohne Freiwillige geht es nicht“, sagte Innenminister Herbert Reul bei der Vorstellung der neuen Kampagne.

Jennifer Ganz und ein Feuerwehr-Kamerad aus Düsseldorf trafen bei der Vorstellung der Plakataktion auch NRW-Innenminister Herbert Reul. © Innenministerium NRW © Innenministerium NRW

Die Plakatkampagne ist Teil der Image-Strategie zur Stärkung des Ehrenamtes. Ziel ist, den ehrenamtlichen Katastrophenschützerinnen und Katastrophenschützern ein Gesicht zu geben und gleichzeitig neue Gesichter anzuwerben. Reul: „Die Plakate sind auch ein Dankeschön an die Ehrenamtlichen. Auf den Bildern sehen Sie keine Models oder Schauspieler, sondern ehrenamtliche Katastrophenschützerinnen und Katastrophenschützer aus dem echten Leben.“

Eines dieser Gesichter ist Jennifer Ganz. Sie wurde zu einem Shooting nach Düsseldorf eingeladen. „Wir wurden alle einzeln fotografiert, die Maske durfte ich nur vor der Kamera abnehmen“, erinnert sich die Feuerwehrfrau an die strikte Einhaltung aller Corona-Regeln. Natürlich trug Jennifer Ganz dabei ihre Feuerwehrkleidung.

Auch Einzelplakate werden geklebt

Jeweils ein Mann und eine Frau von Freiwilliger Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Deutschem Rotem Kreuz, Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser Hilfsdienst, DLRG und Johannitern waren eingeladen. Zunächst wirbt das Ministerium mit einem Gruppenfoto, das fast wie ein Filmplakat wirkt. „Im September oder Oktober sollen aber auch noch Einzelplakate kommen, auf denen dann ganz konkret um Nachwuchs geworben wird“, weiß Jennifer Ganz.

Sie darf gespannt sein, ob sie sich irgendwann vielleicht selbst an einer Plakatwand entdecken wird. Allein der Einsatz von Jennifer Ganz dürfte aber dafür sorgen, dass auch der Kreis Unna mit Plakaten versorgt wird.

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Redaktion Unna
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