Reh im Kanal, Schwäne auf Umwegen – aber kaum Unwetter-Einsätze in Kamen und Bergkamen

dzFeuerwehr Kamen und Bergkamen

Erst Sonne und Hitze, dann Gewitter: Das amtlich angekündigte Unwetter traf den Kreis Unna am Sonntagabend höchst unterschiedlich. Das Epizentrum lag im Nordkreis.

Bergkamen, Kamen

, 10.08.2020, 11:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Erst lief am Sonntag das Wasser die Stirn hinunter, dann die Kellertreppe – zumindest mancherorts. Immerhin gab es für den Kreis Unna eine amtliche Unwetterwarnung und auch in Bergkamen und Kamen schüttete es am Sonntagabend kurz, aber dafür ordentlich.

Doch während im nördlichsten Zipfel des Kreises – vor allem in Selm – die Feuerwehr mit insgesamt 110 Einsätzen und etlichen vollgelaufenen Kellern richtig viel zu tun hatte, blieb der Sonntag in Bergkamen und auch in Kamen vergleichsweise ruhig.

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In Bergkamen gab es nur zwei Einsätze in Verbindung mit dem abendlichen Gewitter. Die Feuerwehr habe einen losen Ast aus einem Baum geholt, berichtete Feuerwehrchef Dirk Kemke. Und am Sonntag gegen 17 Uhr rückten die Löschzüge Oberaden und Heil zur Jahnstraße aus. „Dort war die Fahrbahn überflutet“, so Kemke. Das könne schnell passieren, wenn die Gullieinläufe mit Laub verstopft sind. Die Feuerwehr hat die Einläufe befreit.

Feuerwehr Bergkamen: Reh im Kanal, junge Schwäne auf Umwegen

Generell war das Wochenende recht ruhig, so Kemke. Am Freitag wurden die Einsatzkräfte gerufen, weil ein Reh in den Kanal geraten war. „Es konnte sich selbst befreien“, so Kemke.

Und einen einzigen Hitze-Einsatz hat es gegeben: Am Samstag brannte um 19.11 Uhr Am Friedrichsberg eine Hecke in voller Ausdehnung. Die Einheit Mitte löschte den Brand zügig.

Am spektakulärsten war aber der Einsatz am Sonntagmorgen gegen 9.30 Uhr in Oberaden. Die dortige Einheit brachte elternlose junge Schwäne im Pferdetransporter zur Lippe. Auch dieser Einsatz hatte freilich etwas mit dem Wetter zu tun, denn die Gänse wurden mutmaßlich am ausgetrockneten Schwanenweiher von ihren Eltern verlassen und verirrten sich dann in einem Garten am Buchweizenkamp.

Drei Hitze-Einsätze beschäftigen die Feuerwehr in Kamen

In Kamen verlief das Wochenende ähnlich ruhig. Es gab lediglich drei Hitze-Einsätze. Am Samstagmittag brannte eine Wiese in Heeren-Werve. In der Nacht zuvor brannte es an zwei Stellen in Hausgärten.

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Das Ungewöhnliche dabei: Um 0.14 Uhr brannte zunächst ein Haufen Grünschnitt im Garten eines Hauses an der Mühlenstraße. Und wenig später brannte es nur ein paar Hundert Meter von diesem Haus entfernt in einem anderen Garten. Dieses Mal hatte ein Brennholzhaufen Feuer gefangen. Zufall? Das ermittelt nun die Polizei.

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