Feuer in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule hat nur wenig Folgen

dzBrandschaden

Der Brand in der ehemaligen Förderschule im Sundern hat nur wenig Folgen für die Nutzer. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung und geht mehreren Spuren nach.

Bergkamen

, 27.04.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Brand in der ehemaligen Albert-Schweitzer-Schule im Bereich der Großtagespflege „Beos“ ist für die Stadt einigermaßen glimpflich verlaufen. Das gilt zumindest, wenn es um den Betrieb der Einrichtungen geht, die in der ehemaligen Schule ihren Sitz haben.

Sozialdezernentin Christine Busch geht davon aus, dass es einige Zeit dauert, bis die Tagesmütter ihren Betrieb in Oberaden wieder aufnehmen können. „Die Räume müssen zumindest gründlich gereinigt werden“, sagte sie.

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Der Betrieb der Großtagespflege aber geht nahtlos weiter. Sie ist in den wegen der Corona-Krise nicht genutzten Familientreff im Pestalozzihaus umgezogen. Dort kümmern sich die Tagesmütter um die drei Kinder, die zurzeit in der Tagespflege betreut werden.

Ein großer Teil des Komplexes ist von dem Brand nicht oder nur wenig betroffen. Die Sozialdezernentin geht davon aus, dass es für die dort untergebrachten Institutionen kaum Einschränkungen gibt.

Ein großer Teil des Komplexes ist von dem Brand nicht oder nur wenig betroffen. Die Sozialdezernentin geht davon aus, dass es für die dort untergebrachten Institutionen kaum Einschränkungen gibt. © Stefan Milk

Außer der Großtagespflege nur wenig Betroffene

Busch meint, dass alle anderen Institutionen, die ihren Sitz in der ehemaligen Förderschule haben, unter keinen oder nur sehr wenigen Einschränkungen leiden müssen. Der erste Stock der Schule, der zurzeit für die Einrichtung „Lernen und Arbeiten“ der Awo umgebaut wird, ist beispielsweise durch den Brand nicht betroffen. „Die Arbeiten können dort weitergehen“, sagte Busch – ebenso wie der Bau des Elterncafés, das ebenfalls im Obergeschoss geplant ist.

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Dass es keine Einschränkungen gibt, gilt auch für den Teil von „Bildung und Lernen“, den es bereits am Standort gibt. Er befindet sich in einem anderen Teil des Gebäudekomplexes, in dem es nicht gebrannt hat. Keine Brandschäden haben auch die Lagerräume des Jugendamtes und die ehrenamtliche Kinderbetreuung, die ebenfalls dort ihren Sitz hat.

Andere Gruppen und Vereine, wie die Schreberjugend, die in der Albert-Schweitzer-Schule probt, könnten sich zurzeit ohnehin nicht treffen, sagte die Dezernentin.

Feuerwehr geht von Schaden an tragendem Balken aus

Die Feuerwehr ging davon aus, dass der Brand zumindest am Zwischentrakt zur Straße hin, schwere Schäden hinterlassen hat. Sie musste zur Brandbekämpfung das Dach abnehmen und hatte festgestellt, dass einer der tragenden Balken zum Teil verkohlt war. Den genauen Reparatur- und Sanierungsbedarf muss die Gebäudewirtschaft im Rathaus ermitteln, die an diesem Montag noch keine Angaben machen konnte.

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Der Brand in der ehemaligen Schule war in der Nacht von Freitag auf Samstag ausgebrochen. Die Polizei geht von Brandstiftung aus. „Wir verfolgen die eine oder andere Spur“, sagte Sprecher Bernd Pentrop von der Kreispolizei in Unna. Nähere Angaben zu Details wollte er aus ermittlungstaktischen Gründen nicht machen.

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